{"id":21007,"date":"2025-10-23T12:52:34","date_gmt":"2025-10-23T10:52:34","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=21007"},"modified":"2025-10-21T12:55:11","modified_gmt":"2025-10-21T10:55:11","slug":"schweizer-bevoelkerung-zeigt-besorgte-einschaetzungen-zu-geopolitischen-risiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/en\/schweizer-bevoelkerung-zeigt-besorgte-einschaetzungen-zu-geopolitischen-risiken\/","title":{"rendered":"Schweizer Bev\u00f6lkerung zeigt besorgte Einsch\u00e4tzungen zu geopolitischen Risiken"},"content":{"rendered":"<p>(Winterthur) Im aktuellen Future Risk Report der AXA, der die Wahrnehmung von Risiken in der Bev\u00f6lkerung und unter Experten untersucht, wird deutlich, dass geopolitische Spannungen in der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/en\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen werden. Die Befragung zeigt, dass fast 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer das Risiko eines m\u00f6glichen neuen Weltkriegs als relevant oder sehr relevant ansehen. Diese Einsch\u00e4tzung wirft ein Licht auf die Bef\u00fcrchtungen der Bev\u00f6lkerung in Bezug auf internationale Konflikte und deren Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und Wirtschaft.<\/p>\n<h2>Befragungsergebnisse im Detail<\/h2>\n<p>Die aktuelle Studie der AXA basiert auf der Meinung von \u00fcber 26&#8217;000 Personen weltweit, darunter 3&#8217;595 Experten der AXA. In der Schweiz wurden 1&#8217;000 Personen befragt. Die Resultate zeigen, dass 50 Prozent der Befragten das Risiko eines neuen Weltkriegs als relevant und 19 Prozent als sehr relevant einstufen. Im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ist die Einsch\u00e4tzung in der Schweiz moderater; so betrachten beispielsweise 77 Prozent der franz\u00f6sischen und 80 Prozent der spanischen Bev\u00f6lkerung die Gefahr eines neuen Weltkriegs als relevanter. Grossbritannien f\u00fchrt die Liste mit 89 Prozent an, gefolgt von Deutschland mit 70 Prozent, was einen \u00e4hnlichen Wert wie in der Schweiz darstellt.<\/p>\n<p>Monika Wieneke, Leiterin Risk, Actuarial &#038; Security bei AXA Schweiz, kommentiert die Resultate: &#171;Die Schweiz bleibt im europ\u00e4ischen Vergleich moderat in der Risikobewertung, doch geopolitische Spannungen beeinflussen Wirtschaft und Zusammenarbeit auch bei uns sp\u00fcrbar. Unternehmen m\u00fcssen Produktionsstandorte auch hinsichtlich politischer Rahmenbedingungen pr\u00fcfen und Lieferketten regional diversifizieren, um das Risiko pl\u00f6tzlicher Handelsstopps zu reduzieren.&#187; Diese Aussage verdeutlicht die Notwendigkeit f\u00fcr Unternehmen, sich auf m\u00f6gliche geopolitische Entwicklungen vorzubereiten.<\/p>\n<h2>Risiken von Energie- und Nahrungsmittelknappheit<\/h2>\n<p>Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage ist die Einsch\u00e4tzung von Energie- und Nahrungsmittelknappheit. Obwohl das Risiko in der Schweiz im europ\u00e4ischen Vergleich als weniger besorgniserregend wahrgenommen wird, berichten 60 Prozent der Befragten, dass sie diese Risiken als relevant oder sehr relevant einstufen. Im Vergleich hierzu sehen L\u00e4nder wie Frankreich (71 %), Italien (77 %) und Spanien (78 %) diese Bedrohungen als deutlich relevanter an. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen k\u00f6nnten auf unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Abh\u00e4ngigkeiten hinweisen.<\/p>\n<h2>Klimawandel als dominierendes Risiko<\/h2>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/en\/schweizer-stimmen-fuer-klimaneutralitaet\/\">Klimawandel<\/a> bleibt laut dem Future Risk Report das gr\u00f6sste Risiko, sowohl f\u00fcr die allgemeine Bev\u00f6lkerung als auch f\u00fcr die Experten. Er stellt die wichtigste Herausforderung dar, die die Weltgemeinschaft bew\u00e4ltigen muss. Die Einsch\u00e4tzung geht dabei \u00fcber die spezifische Wahrnehmung von geopolitischen Risiken hinaus. W\u00e4hrend in Europa geopolitische Instabilit\u00e4t und soziale Spannungen als relevante Risiken betrachtet werden, zeigen asiatische und afrikanische L\u00e4nder eine gr\u00f6ssere Besorgnis hinsichtlich Pandemien und Infektionskrankheiten.<\/p>\n<p>Wieneke hebt hervor, dass die Versicherungsbranche eine entscheidende Rolle in der Klimatransition spielt: &#171;Der Klimawandel bleibt global das dominierende Risiko und die Versicherungsbranche ist weiterhin unverzichtbar f\u00fcr die Klimatransition. Ohne passende Versicherungsl\u00f6sungen w\u00fcrde das Tempo des erforderlichen Wandels deutlich langsamer vorangehen.&#187; Diese Aussage unterstreicht die Verantwortung, die sowohl Unternehmen als auch politische Entscheidungstr\u00e4ger tragen m\u00fcssen, um den klimatischen Herausforderungen zu begegnen.<\/p>\n<h2>\u00dcber die Studie<\/h2>\n<p>Die Befragung des Future Risk Report wurde zwischen Mai und Juni 2025 durchgef\u00fchrt und umfasst eine breite internationale Stichprobe von \u00fcber 26&#8217;000 Personen \u00fcber 18 Jahren in 57 L\u00e4ndern. Die Erhebung wurde vom Forschungsinstitut Ipsos realisiert und gew\u00e4hrleistet durch die Quotenmethode eine repr\u00e4sentative Darstellung. Die beiden Zielgruppen der Umfrage umfassten sowohl 3&#8217;595 Fachleute aus der AXA und anderen Unternehmen als auch die breite Bev\u00f6lkerung aus 18 verschiedenen L\u00e4ndern. Dabei waren 44 Prozent der Befragten weiblich, 55 Prozent m\u00e4nnlich und 1 Prozent non-bin\u00e4r.<\/p>\n<h2>AXA als Partner in herausfordernden Zeiten<\/h2>\n<p>Die AXA Schweiz ist ein f\u00fchrender Anbieter von Versicherungen in der Schweiz, mit einem Kundenstamm von rund zwei Millionen. Das Unternehmen deckt eine breite Palette von Versicherungsleistungen ab, darunter Personen-, Sach-, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Lebensversicherungen sowie Gesundheits- und berufliche Vorsorge. Mit \u00fcber 4&#8217;600 Mitarbeitenden und mehr als 340 Gesch\u00e4ftsstellen verf\u00fcgt AXA \u00fcber das gr\u00f6sste Vertriebsnetz in der Versicherungsbranche. Das Unternehmen hat im Jahr 2024 ein Gesch\u00e4ftsvolumen von CHF 6,2 Milliarden erzielt und setzt sich mit innovativen Produkten und Dienstleistungen f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse seiner Kunden ein.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Ergebnisse des Future Risk Reports verdeutlichen, dass die Schweizer Bev\u00f6lkerung geopolitische Spannungen als ernsthafte Bedrohung wahrnimmt. W\u00e4hrend die Wahrnehmung im europ\u00e4ischen Kontext moderat scheint, zeigt sich dennoch, dass die Menschen besorgt \u00fcber die m\u00f6glichen Folgen von Konflikten sind. Das Risiko von Energie- und Nahrungsmittelknappheit wird ebenfalls nicht ignoriert, obwohl es in der Schweiz im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern weniger schwerwiegend eingesch\u00e4tzt wird. Die Rolle des Klimawandels als oberstes Risiko bleibt unbestritten, ebenso wie die Notwendigkeit effektiver Versicherungsl\u00f6sungen in der Bew\u00e4ltigung dieser Herausforderungen. Unternehmen und Entscheidungstr\u00e4ger sind daher gefordert, sich proaktiv mit diesen Risiken auseinanderzusetzen, um die Widerstandsf\u00e4higkeit der Schweiz in einer sich schnell ver\u00e4ndernden geopolitischen Landschaft zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Winterthur) Im aktuellen Future Risk Report der AXA, der die Wahrnehmung von Risiken in der Bev\u00f6lkerung und unter Experten untersucht, wird deutlich, dass geopolitische Spannungen in der Schweiz als ernsthafte Bedrohung wahrgenommen werden. 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