{"id":15511,"date":"2023-05-29T08:53:38","date_gmt":"2023-05-29T06:53:38","guid":{"rendered":"https:\/\/lu6t40bsjvo.preview.infomaniak.website\/?p=15511"},"modified":"2024-01-14T14:35:50","modified_gmt":"2024-01-14T13:35:50","slug":"magnetische-bakterien-eine-innovative-loesung-zur-entfernung-von-schwermetallen-aus-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/magnetische-bakterien-eine-innovative-loesung-zur-entfernung-von-schwermetallen-aus-wasser\/","title":{"rendered":"Magnetische Bakterien: Eine innovative L\u00f6sung zur Entfernung von Schwermetallen aus Wasser"},"content":{"rendered":"<h3>Magnetische Bakterien: Eine innovative L\u00f6sung zur Entfernung von Schwermetallen aus Wasser<\/h3>\n\n<p>Das Vorhandensein von Schwermetallen wie Uran, Blei oder Cadmium im Boden oder in Gew\u00e4ssern ist \u00e4usserst unerw\u00fcnscht. Das Forschungsteam des <a href=\"https:\/\/www.hzdr.de\/db\/Cms?pNid=0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf<\/a> (HZDR) hat m\u00f6glicherweise eine vielversprechende L\u00f6sung gefunden, um diese <a href=\"http:\/\/umwe\" data-wplink-url-error=\"true\">Umweltbelastungen<\/a> zu beseitigen.<\/p>\n\n<p>Unter der Leitung von Evelyn Krawczyk-B\u00e4rsch setzt das Institut f\u00fcr Ressourcen\u00f6kologie am HZDR auf den Einsatz von Mikroorganismen. Besonders magnetische Bakterien sind in der Lage, Giftstoffe wie Uran aus dem <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/mineralwassertest-in-deutschland-uran-nitrat\/\">Wasser<\/a> zu binden und in ihren Zellen zu speichern. Das Team arbeitet daran, diese Bakterien im industriellen Massstab einzusetzen, beispielsweise zur mikrobiologischen Sanierung von Flutungswasser in ehemaligen Uranminen.<\/p>\n\n<p>&#171;F\u00fcr dieses Projekt haben wir uns einer aussergew\u00f6hnlichen Gruppe von Lebewesen zugewandt: den magnetotaktischen Bakterien&#187;, erkl\u00e4rt Johannes Raff. &#171;Aufgrund ihrer einzigartigen Struktur sind sie geradezu pr\u00e4destiniert f\u00fcr diese Aufgabe.&#187;<\/p>\n\n<p>Wurde Uran von Magnetospirillum Bakterien gespeichert?<br \/>Bereits bekannt war, dass bestimmte Arten von magnetotaktischen Bakterien, wie beispielsweise Magnetospirillum, in der Lage sind, Metalle aufzunehmen und in ihre Zellw\u00e4nde einzubauen. Das HZDR-Team wollte herausfinden, ob dies auch f\u00fcr Uran gilt.<\/p>\n\n<p>Daf\u00fcr wurden Bakterien der Art Magnetospirillum magneticum AMB-1 verschiedenen w\u00e4ssrigen L\u00f6sungen mit Uran(IV)-Oxid in unterschiedlichen Konzentrationen ausgesetzt. Es stellte sich heraus, dass die Bakterien das Uran wie beabsichtigt aufnahmen und in ihren Zellw\u00e4nden sicher speicherten, ohne Schaden zu nehmen.<\/p>\n\n<p>Um die Bakterien zusammen mit dem gebundenen Uran aus dem <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/ein-vergleich-des-co2-fussabdrucks-von-mineralwasser-und-leitungswasser\/\">Wasser<\/a> zu entfernen, nutzt das Forschungsteam eine bemerkenswerte Eigenschaft der magnetotaktischen Bakterien: Sie bilden im Inneren winzige Magnetitkristalle, die wie auf einer Perlenschnur angeordnet sind. Dies erm\u00f6glicht den Bakterien, sich anhand des Erdmagnetfeldes zu orientieren.<\/p>\n\n<p>Die Forscher machen sich diese Magnetitkristalle ebenfalls zunutze, indem sie die Bakterien, die das Uran gebunden haben, mithilfe eines Magneten aus dem Wasser herausziehen. &#171;Dieser Ansatz k\u00f6nnte auch in gro\u00dfem Umfang angewendet werden, beispielsweise bei der Behandlung von oberfl\u00e4chennahen Gew\u00e4ssern oder durch das Abpumpen von Wasser aus unterirdischen Bergwerken und dessen Weiterleitung in Pilotkl\u00e4ranlagen&#187;, erkl\u00e4rt Krawczyk-B\u00e4rsch. Der Einsatz solcher Bakterien k\u00f6nnte somit eine kosteng\u00fcnstige Alternative zu teuren und konventionellen chemischen Verfahren zur Entfernung von Uran darstellen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Magnetische Bakterien: Das Vorhandensein von Schwermetallen wie Uran, Blei oder Cadmium im Boden oder in Gew\u00e4ssern ist \u00e4u\u00dferst unerw\u00fcnscht. 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