{"id":20926,"date":"2025-10-19T10:31:49","date_gmt":"2025-10-19T08:31:49","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=20926"},"modified":"2025-10-19T10:32:05","modified_gmt":"2025-10-19T08:32:05","slug":"mehrheit-der-bevoelkerung-unterstuetzt-halbierungsinitiative-der-srg-gebuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/mehrheit-der-bevoelkerung-unterstuetzt-halbierungsinitiative-der-srg-gebuehren\/","title":{"rendered":"Mehrheit der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt Halbierungsinitiative der SRG-Geb\u00fchren"},"content":{"rendered":"<h2>SRG-Geb\u00fchren unter Druck \u2013 Der Widerstand w\u00e4chst: B\u00fcrger wollen kein Zwangsabo mehr f\u00fcr ein \u00fcberdimensioniertes Medienhaus<\/h2>\n<p data-start=\"521\" data-end=\"936\">In der aktuellen politischen Diskussion um die Finanzierung der <strong data-start=\"585\" data-end=\"641\">Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG)<\/strong> kippt die Stimmung: Eine neue Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung die sogenannte <strong data-start=\"737\" data-end=\"762\">Halbierungsinitiative<\/strong> unterst\u00fctzt. Diese verlangt, die verpflichtenden SRG-Geb\u00fchren von heute 335 Franken pro Jahr auf <strong data-start=\"860\" data-end=\"875\">200 Franken<\/strong> zu senken \u2013 eine Forderung, die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig scheint.<\/p>\n<p data-start=\"938\" data-end=\"1214\">Denn was einst als Beitrag zur nationalen Informationsvielfalt gedacht war, hat sich zu einem <strong data-start=\"1032\" data-end=\"1060\">teuren Selbstzwecksystem<\/strong> entwickelt: aufgebl\u00e4hte Verwaltung, teure Eigenproduktionen, interne PR-Armeen und ein Sendebetrieb, der an vielen Orten l\u00e4ngst am Publikum vorbeisendet.<\/p>\n<hr data-start=\"1216\" data-end=\"1219\" \/>\n<h2 data-start=\"1221\" data-end=\"1259\">Ein Medienimperium aus alten Zeiten<\/h2>\n<p data-start=\"1261\" data-end=\"1591\">Die <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> ist eines der wenigen L\u00e4nder, das noch immer eine <strong data-start=\"1323\" data-end=\"1339\">Zwangsgeb\u00fchr<\/strong> f\u00fcr alle Haushalte erhebt \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob die Menschen SRG-Inhalte konsumieren oder nicht.<br data-start=\"1437\" data-end=\"1440\" \/>335 Franken pro Jahr, also rund <strong data-start=\"1472\" data-end=\"1493\">1 Franken pro Tag<\/strong>, klingen moderat \u2013 doch im Verh\u00e4ltnis zur Mediennutzung vieler B\u00fcrger ist es ein stolzer Preis.<\/p>\n<p data-start=\"1593\" data-end=\"1805\"><strong data-start=\"1593\" data-end=\"1624\">Medienminister Albert R\u00f6sti<\/strong> m\u00f6chte die Geb\u00fchr bis 2029 leicht auf <strong data-start=\"1663\" data-end=\"1678\">300 Franken<\/strong> senken. Doch das ist Kosmetik. Die <strong data-start=\"1714\" data-end=\"1739\">Halbierungsinitiative<\/strong> fordert eine sp\u00fcrbare Korrektur \u2013 auf <strong data-start=\"1778\" data-end=\"1793\">200 Franken<\/strong> pro Jahr.<\/p>\n<p data-start=\"1807\" data-end=\"2020\">Das Ziel: eine Entlastung der Haushalte, ein Ende der \u00dcberfinanzierung und eine R\u00fcckbesinnung auf den <strong data-start=\"1909\" data-end=\"1971\">eigentlichen Kernauftrag \u2013 Information, Bildung und Kultur<\/strong> statt Unterhaltung, Influencer und Eigenwerbung.<\/p>\n<hr data-start=\"2022\" data-end=\"2025\" \/>\n<h2 data-start=\"2027\" data-end=\"2078\">Die Umfrage \u2013 ein Weckruf an die Medienpolitik<\/h2>\n<p data-start=\"2080\" data-end=\"2294\">Eine repr\u00e4sentative Umfrage von <strong data-start=\"2112\" data-end=\"2122\">LeeWas<\/strong> im Auftrag von <em data-start=\"2138\" data-end=\"2150\">20 Minuten<\/em> und <em data-start=\"2155\" data-end=\"2164\">Tamedia<\/em> zeigt ein klares Bild:<br data-start=\"2187\" data-end=\"2190\" \/><strong data-start=\"2190\" data-end=\"2204\">53 Prozent<\/strong> der Befragten unterst\u00fctzen die Halbierungsinitiative, nur <strong data-start=\"2263\" data-end=\"2277\">44 Prozent<\/strong> lehnen sie ab.<\/p>\n<p data-start=\"2296\" data-end=\"2424\">Damit spiegelt sich, was viele Schweizer l\u00e4ngst empfinden: <strong data-start=\"2355\" data-end=\"2421\">Unmut \u00fcber Bevormundung, Ineffizienz und politische Verfilzung<\/strong>.<\/p>\n<p data-start=\"2426\" data-end=\"2705\">Die st\u00e4rkste Zustimmung kommt von <strong data-start=\"2460\" data-end=\"2467\">SVP<\/strong>&#8211; und <strong data-start=\"2473\" data-end=\"2488\">FDP-W\u00e4hlern<\/strong>, aber auch in der Mitte w\u00e4chst die Skepsis. Selbst fr\u00fchere Bef\u00fcrworter eines starken Service public fragen sich, warum ein Milliardenbetrieb Jahr f\u00fcr Jahr w\u00e4chst, w\u00e4hrend private Medienbetriebe ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen.<\/p>\n<hr data-start=\"2707\" data-end=\"2710\" \/>\n<h2 data-start=\"2712\" data-end=\"2775\">Die Realit\u00e4t: Ein Medienriese mit Selbstversorgungsauftrag<\/h2>\n<p data-start=\"2777\" data-end=\"3035\">Die <strong data-start=\"2781\" data-end=\"2788\">SRG<\/strong> besch\u00e4ftigt \u00fcber <strong data-start=\"2806\" data-end=\"2829\">6\u2019000 Mitarbeitende<\/strong>, betreibt <strong data-start=\"2840\" data-end=\"2873\">17 Radio- und 7 Fernsehsender<\/strong>, unz\u00e4hlige Online-Portale und zahllose Social-Media-Kan\u00e4le.<br data-start=\"2933\" data-end=\"2936\" \/>Inhaltlich verschwimmen die Grenzen zwischen journalistischem Auftrag und Unterhaltungsindustrie.<\/p>\n<p data-start=\"3037\" data-end=\"3236\">Formate, die urspr\u00fcnglich der Information dienen sollten, sind l\u00e4ngst durchsetzt mit <strong data-start=\"3122\" data-end=\"3196\">Lifestyle, Influencer-Inhalten und pseudopolitischen Diskussionsrunden<\/strong>, deren Informationswert fraglich ist.<\/p>\n<p data-start=\"3238\" data-end=\"3477\">Zudem wiederholt sich vieles: Drei Sprachregionen, drei fast identische Studios, drei Redaktionen f\u00fcr \u00e4hnliche Sendungen \u2013 ein teures Luxusmodell, das in Zeiten von Digitalisierung und Cloud-Redaktionen <strong data-start=\"3441\" data-end=\"3472\">nicht mehr zu rechtfertigen<\/strong> ist.<\/p>\n<hr data-start=\"3479\" data-end=\"3482\" \/>\n<h2 data-start=\"3484\" data-end=\"3549\">Die Argumente der Bef\u00fcrworter \u2013 eine Frage der Glaubw\u00fcrdigkeit<\/h2>\n<p data-start=\"3551\" data-end=\"3804\">Die Bef\u00fcrworter der Halbierungsinitiative fordern keine Abschaffung der SRG, sondern einen <strong data-start=\"3642\" data-end=\"3660\">Realit\u00e4tscheck<\/strong>.<br data-start=\"3661\" data-end=\"3664\" \/>\u201eDie SRG kann auch mit 200 Franken pro Haushalt ihren Auftrag erf\u00fcllen\u201c, sagt <strong data-start=\"3742\" data-end=\"3757\">Jonas L\u00fcthy<\/strong>, Pr\u00e4sident der <strong data-start=\"3773\" data-end=\"3801\">Jungfreisinnigen Schweiz<\/strong>.<\/p>\n<p data-start=\"3806\" data-end=\"4046\">Er verweist darauf, dass die SRG selbst nach einer Halbierung der Geb\u00fchr \u00fcber rund <strong data-start=\"3889\" data-end=\"3923\">800 Millionen Franken j\u00e4hrlich<\/strong> verf\u00fcgen w\u00fcrde \u2013 mehr, als viele internationale Nachrichtensender mit deutlich gr\u00f6sserer Reichweite zur Verf\u00fcgung haben.<\/p>\n<p data-start=\"4048\" data-end=\"4333\">Viele junge Menschen, so L\u00fcthy, sehen schlicht keinen Mehrwert mehr in einem Medienangebot, das kaum ihren Bed\u00fcrfnissen entspricht. Sie streamen \u00fcber Netflix, informieren sich online \u2013 und zahlen dennoch f\u00fcr ein staatliches Modell, das sie <strong data-start=\"4288\" data-end=\"4330\">nicht gew\u00e4hlt haben und nicht brauchen<\/strong>.<\/p>\n<hr data-start=\"4335\" data-end=\"4338\" \/>\n<h2 data-start=\"4340\" data-end=\"4386\">Die Gegenposition \u2013 Angst statt Argumente<\/h2>\n<p data-start=\"4388\" data-end=\"4624\">Die Gegner der Initiative, darunter der B\u00fcndner Mitte-Nationalrat <strong data-start=\"4454\" data-end=\"4473\">Martin Candinas<\/strong>, warnen vor einem \u201eKahlschlag\u201c im medialen Service public.<br data-start=\"4532\" data-end=\"4535\" \/>Die SRG sei \u201emehr als ein Sender\u201c, besonders f\u00fcr Minderheitensprachen und Bergregionen.<\/p>\n<p data-start=\"4626\" data-end=\"5001\">Doch diese Argumentation greift zu kurz.<br data-start=\"4666\" data-end=\"4669\" \/>Es geht nicht um die Abschaffung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks \u2013 sondern um seine <strong data-start=\"4758\" data-end=\"4772\">Entfettung<\/strong>.<br data-start=\"4773\" data-end=\"4776\" \/>Weder Regionalstudios noch Nachrichtenkompetenz sind gef\u00e4hrdet, wenn ein Teil des Budgets gek\u00fcrzt wird.<br data-start=\"4879\" data-end=\"4882\" \/>Gef\u00e4hrdet sind vor allem die internen Strukturen, Posten und Prestigeprojekte, an denen viele Funktion\u00e4re festhalten.<\/p>\n<p data-start=\"5003\" data-end=\"5156\">Die Drohkulisse vom \u201eEnde der Medienvielfalt\u201c ist <strong data-start=\"5053\" data-end=\"5076\">politisches Theater<\/strong>, das die tats\u00e4chliche Debatte verdeckt: Wie viel SRG braucht das Land wirklich?<\/p>\n<hr data-start=\"5158\" data-end=\"5161\" \/>\n<h2 data-start=\"5163\" data-end=\"5203\">Ein Luxusmodell in Zeiten der Krise<\/h2>\n<p data-start=\"5205\" data-end=\"5444\">W\u00e4hrend die SRG sich selbst als \u201eSt\u00fctze der Demokratie\u201c inszeniert, verliert sie im Alltag an Relevanz.<br data-start=\"5308\" data-end=\"5311\" \/>Viele B\u00fcrger schalten weg oder informieren sich online, wo Vielfalt und Pluralit\u00e4t l\u00e4ngst gr\u00f6sser sind als im linearen SRG-Angebot.<\/p>\n<p data-start=\"5446\" data-end=\"5657\">Trotz sinkender Einschaltquoten, schrumpfender Aufmerksamkeitsspannen und wachsender Konkurrenz aus dem Ausland bleiben die Geb\u00fchren stabil \u2013 ja, sie steigen durch Inflation und Zusatzprogramme faktisch sogar.<\/p>\n<p data-start=\"5659\" data-end=\"5899\">Gleichzeitig lebt die SRG von einem <strong data-start=\"5695\" data-end=\"5711\">Zwangssystem<\/strong>, das jede Schweizerin und jeden Schweizer unabh\u00e4ngig von Nutzung verpflichtet.<br data-start=\"5790\" data-end=\"5793\" \/>Das ist nichts anderes als eine <strong data-start=\"5825\" data-end=\"5865\">staatlich legitimierte Monopolabgabe<\/strong> \u2013 ein Relikt aus analogen Zeiten.<\/p>\n<hr data-start=\"5901\" data-end=\"5904\" \/>\n<h2 data-start=\"5906\" data-end=\"5939\">Nachhaltigkeit? Fehlanzeige.<\/h2>\n<p data-start=\"5941\" data-end=\"6153\">Ironischerweise wirbt die SRG gerne mit \u201enachhaltigen Produktionszielen\u201c.<br data-start=\"6014\" data-end=\"6017\" \/>Doch der Betrieb von Dutzenden Studios, \u00dcbertragungswagen, Streamingservern und Verwaltungseinheiten verschlingt enorme Energiemengen.<\/p>\n<p data-start=\"6155\" data-end=\"6340\">Ein interner Nachhaltigkeitsbericht listet zwar Stromkennzahlen, blendet aber die <strong data-start=\"6237\" data-end=\"6265\">\u00f6kologische Gesamtbilanz<\/strong> aus: Dienstreisen, Rechenzentren, Rohstoffverbrauch, digitale Redundanz.<\/p>\n<p data-start=\"6342\" data-end=\"6512\">Wer <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/schweiz-erhaelt-groesste-gruene-wasserstoff-produktionsanlage\/\">Nachhaltigkeit<\/a> ernst meint, muss auch hier ansetzen:<br data-start=\"6398\" data-end=\"6401\" \/><strong data-start=\"6401\" data-end=\"6512\">Ein schlankerer, effizienterer Betrieb w\u00e4re \u00f6kologisch sinnvoller als PR-Kampagnen \u00fcber CO\u2082-neutrale Drehs.<\/strong><\/p>\n<hr data-start=\"6514\" data-end=\"6517\" \/>\n<h2 data-start=\"6519\" data-end=\"6564\">Fehlende Transparenz und politische N\u00e4he<\/h2>\n<p data-start=\"6566\" data-end=\"6916\">Einer der gr\u00f6ssten Kritikpunkte: Die SRG ist <strong data-start=\"6611\" data-end=\"6649\">zu eng mit der Politik verflochten<\/strong>.<br data-start=\"6650\" data-end=\"6653\" \/>Viele Verwaltungsr\u00e4te, Regionalleiter und Projektverantwortliche sind ehemalige Politiker oder parteinahe Akteure.<br data-start=\"6767\" data-end=\"6770\" \/>Diese Verflechtung erschwert die unabh\u00e4ngige Kontrolle und f\u00fchrt zu einer <strong data-start=\"6844\" data-end=\"6872\">Selbstbest\u00e4tigungskultur<\/strong>, in der Kritik intern kaum erw\u00fcnscht ist.<\/p>\n<p data-start=\"6918\" data-end=\"7116\">Gleichzeitig bleibt unklar, wohin ein grosser Teil des Geldes fliesst.<br data-start=\"6988\" data-end=\"6991\" \/>Verwaltung, Kommunikation, interne Schulungen, Imageprojekte \u2013 vieles wird verschleiert oder hinter Sammelposten versteckt.<\/p>\n<p data-start=\"7118\" data-end=\"7318\">Die SRG fordert Transparenz von anderen, weigert sich aber, ihre eigenen Strukturen offenzulegen.<br data-start=\"7215\" data-end=\"7218\" \/>Das untergr\u00e4bt das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung \u2013 und rechtfertigt die Forderung nach radikaler Reform.<\/p>\n<hr data-start=\"7320\" data-end=\"7323\" \/>\n<h2 data-start=\"7325\" data-end=\"7383\">Die soziale Dimension: Die Geb\u00fchr trifft die Falschen<\/h2>\n<p data-start=\"7385\" data-end=\"7639\">335 Franken pro Jahr sind f\u00fcr viele kein Pappenstiel.<br data-start=\"7438\" data-end=\"7441\" \/>F\u00fcr Rentner, Alleinerziehende oder Menschen mit tiefem Einkommen ist es eine sp\u00fcrbare Belastung.<br data-start=\"7537\" data-end=\"7540\" \/>Besonders zynisch: Auch wer kein Radio, keinen Fernseher und kein <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/die-schattenseiten-des-internets-der-dinge\/\">Internet<\/a> nutzt, zahlt trotzdem.<\/p>\n<p data-start=\"7641\" data-end=\"7796\">Die SRG rechtfertigt das mit dem \u201egesellschaftlichen Auftrag\u201c. Doch in Wahrheit handelt es sich um eine <strong data-start=\"7745\" data-end=\"7767\">Zwangsfinanzierung<\/strong>, die sozial ungerecht ist.<\/p>\n<p data-start=\"7798\" data-end=\"7908\">Wenn ein Unternehmen behauptet, \u201ef\u00fcr alle\u201c zu senden, sollte es wenigstens <strong data-start=\"7873\" data-end=\"7900\">freiwillig finanzierbar<\/strong> sein.<\/p>\n<hr data-start=\"7910\" data-end=\"7913\" \/>\n<h2 data-start=\"7915\" data-end=\"7951\">Der Mythos vom \u201eService public\u201c<\/h2>\n<p data-start=\"7953\" data-end=\"8144\">Die SRG beruft sich st\u00e4ndig auf ihren \u201eService public\u201c. Doch dieser Begriff wird zunehmend missbraucht, um <strong data-start=\"8060\" data-end=\"8124\">Budgeterh\u00f6hungen, interne Privilegien und fehlende Effizienz<\/strong> zu rechtfertigen.<\/p>\n<p data-start=\"8146\" data-end=\"8320\">Ein echter Service public bedeutet, dass die Bev\u00f6lkerung im Zentrum steht \u2013 nicht die Institution.<br data-start=\"8244\" data-end=\"8247\" \/>Er bedeutet Transparenz, Sparsamkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortung.<\/p>\n<p data-start=\"8322\" data-end=\"8441\">Die SRG aber agiert, als w\u00e4re sie <strong data-start=\"8356\" data-end=\"8371\">unantastbar<\/strong> \u2013 ein quasi-staatliches Medienmonopol, das \u00fcber Kritik erhaben ist.<\/p>\n<p data-start=\"8443\" data-end=\"8525\">Das ist gef\u00e4hrlich. Denn wo Kontrolle fehlt, w\u00e4chst Macht \u2013 und Macht korrumpiert.<\/p>\n<hr data-start=\"8527\" data-end=\"8530\" \/>\n<h2 data-start=\"8532\" data-end=\"8600\">Fazit: Die Halbierung ist kein Angriff \u2013 sie ist eine Korrektur<\/h2>\n<p data-start=\"8602\" data-end=\"8844\">Die Halbierungsinitiative ist kein \u201eAngriff auf die Medienfreiheit\u201c, wie ihre Gegner behaupten.<br data-start=\"8697\" data-end=\"8700\" \/>Sie ist ein <strong data-start=\"8712\" data-end=\"8723\">Weckruf<\/strong>.<br data-start=\"8724\" data-end=\"8727\" \/>Ein Signal an eine \u00fcberdimensionierte Institution, dass sie sich reformieren, modernisieren und rechtfertigen muss.<\/p>\n<p data-start=\"8846\" data-end=\"9061\">Ein Budget von 800 Millionen Franken ist immer noch gigantisch.<br data-start=\"8909\" data-end=\"8912\" \/>Doch es w\u00fcrde die SRG zwingen, Priorit\u00e4ten zu setzen, Doppelstrukturen zu beseitigen und endlich effizient zu arbeiten \u2013 \u00f6konomisch und \u00f6kologisch.<\/p>\n<p data-start=\"9063\" data-end=\"9267\">Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben ein Recht darauf, zu wissen, wof\u00fcr sie zahlen.<br data-start=\"9142\" data-end=\"9145\" \/>Und sie haben ein Recht darauf, <strong data-start=\"9177\" data-end=\"9216\">nicht mehr zu zahlen, als n\u00f6tig ist<\/strong>, um eine demokratische Grundversorgung zu sichern.<\/p>\n<p data-start=\"9269\" data-end=\"9475\">Wenn die SRG diesen Wandel verweigert, wird sie ihn politisch aufgezwungen bekommen.<br data-start=\"9353\" data-end=\"9356\" \/>Die Zeit der Selbstzufriedenheit ist vorbei \u2013 die Halbierungsinitiative ist der Anfang einer \u00fcberf\u00e4lligen Neuordnung.<\/p>\n<hr data-start=\"9477\" data-end=\"9480\" \/>\n<p data-start=\"9482\" data-end=\"9739\"><strong data-start=\"9482\" data-end=\"9543\">Schweizer Demokratie lebt von Vertrauen, nicht von Zwang.<\/strong><br data-start=\"9543\" data-end=\"9546\" \/>Wer dieses Vertrauen verspielt, darf sich \u00fcber den Widerstand der B\u00fcrger nicht wundern.<br data-start=\"9633\" data-end=\"9636\" \/>Die SRG muss lernen: Glaubw\u00fcrdigkeit entsteht nicht durch mehr Geld \u2013 sondern durch weniger Arroganz.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SRG-Geb\u00fchren unter Druck \u2013 Der Widerstand w\u00e4chst: B\u00fcrger wollen kein Zwangsabo mehr f\u00fcr ein \u00fcberdimensioniertes Medienhaus In der aktuellen politischen Diskussion um die Finanzierung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) kippt die Stimmung: Eine neue Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung die sogenannte Halbierungsinitiative unterst\u00fctzt. 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