{"id":21279,"date":"2025-10-27T23:02:43","date_gmt":"2025-10-27T22:02:43","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=21279"},"modified":"2025-10-25T23:05:20","modified_gmt":"2025-10-25T21:05:20","slug":"porsche-massive-gewinneinbussen-und-strategische-neuausrichtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/porsche-massive-gewinneinbussen-und-strategische-neuausrichtung\/","title":{"rendered":"Porsche: Massive Gewinneinbussen und strategische Neuausrichtung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/der-porsche-cayenne-electric-ein-leistungsstarker-schritt-in-die-zukunft\/\">Porsche<\/a>, der renommierte Sport- und Gel\u00e4ndewagenbauer aus Stuttgart, sieht sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 mit einem dramatischen Gewinneinbruch konfrontiert. Der Gewinn nach Steuern fiel im Vergleich zum Vorjahr um 95,9 Prozent auf nur noch 114 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist zum grossen Teil auf die hohen Kosten f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der Verbrennungsmotoren-Technologie zur\u00fcckzuf\u00fchren, die das Ergebnis stark belastet haben. In der Berichtsperiode von Juli bis September musste das Unternehmen sogar rote Zahlen schreiben, da das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei minus 966 Millionen Euro lag, w\u00e4hrend es im Vorjahresquartal noch ein Plus von 974 Millionen Euro aufwies.<\/p>\n<p>Mit dieser dramatischen Wendung hat Porsche, das in der j\u00fcngeren Vergangenheit von Erfolg zu Erfolg geeilt ist, nun die Herausforderung, sich in einem schwierigen Marktumfeld neu zu positionieren. Der CEO Oliver Blume, der auch die Leitung von Volkswagen \u00fcbernommen hat, k\u00fcndigte eine strategische Neuausrichtung an, die sich auf die St\u00e4rkung der traditionellen Verbrennungsmotoren konzentriert, w\u00e4hrend die ehrgeizigen Ziele im Elektrobereich zur Diskussion stehen.<\/p>\n<h2>Ursachen des Gewinneinbruchs<\/h2>\n<p>Die Hauptursache f\u00fcr den massiven R\u00fcckgang des Gewinns bei Porsche sind die Kosten, die mit der Verl\u00e4ngerung der Verbrenner-Technologie verbunden sind. Statt sich ausschliesslich auf die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge zu konzentrieren, hat das Management entschieden, das Comeback der Verbrenner bis weit ins n\u00e4chste Jahrzehnt voranzutreiben. Diese strategische Entscheidung f\u00fchrt voraussichtlich zu Sonderkosten von etwa 3,1 Milliarden Euro im Gesch\u00e4ftsjahr 2025.<\/p>\n<p>Die finanziellen Probleme zeigen sich auch im operativen Gewinn, der in den ersten neun Monaten auf lediglich 40 Millionen Euro fiel und damit 99 Prozent unter dem Vorjahreswert von \u00fcber vier Milliarden Euro lag. Zudem ist der Umsatz um sechs Prozent auf knapp 26,9 Milliarden Euro gesunken.<\/p>\n<h2>Marktherausforderungen in China und den USA<\/h2>\n<p>Porsche sieht sich neben den strategischen Herausforderungen auch mit Marktr\u00fcckg\u00e4ngen konfrontiert. Besonders in <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/wie-gefaehrlich-ist-chinas-neuer-fuenfjahresplan-fuer-die-schweiz\/\">China<\/a>, einem wichtigen Markt f\u00fcr <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/luxusautodiebstaehle-in-der-schweiz-ein-trend-unter-jugendlichen-aus-frankreich\/\">Luxusautos<\/a>, ging der Absatz drastisch zur\u00fcck. Im ersten Halbjahr 2023 wurden dort nur noch knapp 32.200 Fahrzeuge verkauft, was einem R\u00fcckgang von rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Management hat bereits festgestellt, dass der Luxusmarkt in China zusammengebrochen ist, was zu einem erheblichen Verlust von Marktanteilen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 wurden insgesamt gut 215.500 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem R\u00fcckgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Probleme von Porsche sind jedoch nicht nur auf den chinesischen Markt begrenzt, auch in den USA sieht sich das Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert, die unter anderem durch hohe Z\u00f6lle verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<h2>Strategische Neuausrichtung und Sparmassnahmen<\/h2>\n<p>Um auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu reagieren, plant Porsche eine umfassende Neuausrichtung. Finanzvorstand Jochen Breckner betonte, dass das Unternehmen vor\u00fcbergehend schw\u00e4chere Finanzkennzahlen in Kauf nehme, um langfristig die Resilienz und Profitabilit\u00e4t von Porsche zu st\u00e4rken. Breckner \u00e4usserte Optimismus und erwartete, dass das Unternehmen den Tiefpunkt in diesem Jahr durchschreiten und sich ab 2026 deutlich verbessern werde.<\/p>\n<p>Die Neuausrichtung beinhaltet zudem die Umsetzung eines Sparprogramms. Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialvertr\u00e4glich abgebaut werden. Der Konzern plant weiterhin, die Vertr\u00e4ge von etwa 2.000 befristeten Angestellten auslaufen zu lassen. In den kommenden Wochen werden Verhandlungen mit dem Betriebsrat \u00fcber weitere Massnahmen zur Kostensenkung erwartet, da Porsche davon ausgeht, dass sich die Rahmenbedingungen auf absehbare Zeit nicht verbessern werden.<\/p>\n<h2>Fazit: Ein herausforderndes Jahr f\u00fcr Porsche<\/h2>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass Porsche vor einer Vielzahl von Herausforderungen steht, die sowohl strategische als auch marktspezifische Aspekte betreffen. Der signifikante Gewinneinbruch und die verschobenen Elektroziele deuten darauf hin, dass das Unternehmen sich in einer tiefgreifenden Umstrukturierungsphase befindet. Die Bem\u00fchungen, die Produktion der Verbrennungsmotoren zu revitalisieren, k\u00f6nnten kurzfristig kostspielig sein, bieten aber m\u00f6glicherweise einen Weg, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit in einem sich ver\u00e4ndernden Automobilmarkt zu wahren. Es bleibt abzuwarten, ob die getroffenen Massnahmen und die geplante Neuausrichtung zu einer Stabilisierung der finanzielle Lage von Porsche f\u00fchren werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Porsche, der renommierte Sport- und Gel\u00e4ndewagenbauer aus Stuttgart, sieht sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 mit einem dramatischen Gewinneinbruch konfrontiert. Der Gewinn nach Steuern fiel im Vergleich zum Vorjahr um 95,9 Prozent auf nur noch 114 Millionen Euro. 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