{"id":21280,"date":"2025-10-26T22:52:12","date_gmt":"2025-10-26T21:52:12","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=21280"},"modified":"2025-10-25T22:58:32","modified_gmt":"2025-10-25T20:58:32","slug":"parlamentarier-und-ihre-uebereinstimmung-mit-den-bevoelkerungsschichten-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/parlamentarier-und-ihre-uebereinstimmung-mit-den-bevoelkerungsschichten-in-der-schweiz\/","title":{"rendered":"Parlamentarier und ihre \u00dcbereinstimmung mit den Bev\u00f6lkerungsschichten in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>In der politischen Landschaft der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> ist es oft schwierig, den \u00dcberblick \u00fcber die Abstimmungen und die Positionen der verschiedenen Parlamentarier zu behalten. Besonders wichtig ist es, die Politiker zu identifizieren, die am ehesten die Interessen der Bev\u00f6lkerung vertreten. Der \u00abParlameter\u00bb der Universit\u00e4t Luzern bietet eine wertvolle Grundlage, um genau diese Informationen zu ermitteln.<\/p>\n<p>Dieses innovative Tool vergleicht die Abstimmungen von Politikern mit den Meinungen und Vorlieben der Bev\u00f6lkerung. Es zeigt auf, welche Vertreter sich besonders f\u00fcr die Anliegen der Jungen, Alten oder Gutverdienenden einsetzen und ermittelt, wer am h\u00e4ufigsten im Einklang mit den Abstimmungen der Bev\u00f6lkerung handelt.<\/p>\n<h2>Der \u00abParlameter\u00bb und seine Bedeutung<\/h2>\n<p>Der \u00abParlameter\u00bb wurde vom Institut f\u00fcr Schweizer Wirtschaftspolitik der Universit\u00e4t Luzern ins Leben gerufen und hat das Ziel, Transparenz in die parlamentarische Arbeit zu bringen. Er erlaubt es den B\u00fcrgern, zu sehen, wie die Abstimmungen ihrer gew\u00e4hlten Vertreter mit ihren eigenen Ansichten \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<h2>Eva Herzog \u2013 Anw\u00e4ltin f\u00fcr Frauen, Junge und Arme<\/h2>\n<p>Eine der herausragendsten Figuren in dieser Analyse ist die Basler St\u00e4nder\u00e4tin Eva Herzog von der Sozialdemokratischen Partei (SP). Sie f\u00fchrt in mehreren Kategorien und hat mit 78,8 Prozent die h\u00f6chste \u00dcbereinstimmung mit den Stimmen der Frauen sowie der 18- bis 29-J\u00e4hrigen. Zudem stimmt sie zu 75,8 Prozent mit den Geringverdienenden \u00fcberein, also den Menschen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von unter 5000 Franken.<\/p>\n<div class=\"sc-c31b3c19-2 bosKij\">\n<figure class=\"sc-b3c65b9d-4 cGvxAa\">\n<div class=\"Image_imgContainer__a56Mx\" style=\"padding-bottom: 66.5%;\">\n<div class=\"Image_fallback__F0rLe\" style=\"background-image: url('https:\/\/image.20min.ch\/2025\/10\/21\/a2fb4e89-0725-450b-bc39-cb634bbbde2c.jpg?auto=format%2Ccompress%2Cenhance&amp;fit=max&amp;w=800&amp;h=800&amp;rect=0%2C0%2C3543%2C2358&amp;s=7507773a421c956904a38d13361b4b17');\"><\/div>\n<\/div><figcaption class=\"sc-b3c65b9d-0 GvXib\"><span class=\"sc-b3c65b9d-2 drRlrY\">\u00abMir ist es wichtig, eine Politik zu machen, die Frauen, Jungen und Menschen mit tiefem Einkommen zugutekommt\u00bb, sagt SP-St\u00e4nder\u00e4tin Eva Herzog.<\/span><span class=\"sc-b3c65b9d-3 eEeXhh\">Franziska Rothenbuehler<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>Auf die Frage nach diesen positiven Ergebnissen erkl\u00e4rt Herzog, dass es ihr wichtig sei, eine Politik zu gestalten, die allen zugutekommt. Sie betont jedoch, dass ihre \u00dcberlegungen auch die Bed\u00fcrfnisse \u00e4lterer Menschen miteinbeziehen.<\/p>\n<h2>Martin Candinas \u2013 die Stimme der Alten<\/h2>\n<p>Ein weiterer Politiker, der im Parlameter hervorsticht, ist Martin Candinas von der Mitte-Partei. Er hat eine \u00dcbereinstimmung von 79,3 Prozent mit der Gesamtbev\u00f6lkerung, wobei er besonders stark mit den \u00fcber 65-J\u00e4hrigen \u00fcbereinstimmt: Hier betr\u00e4gt die \u00dcbereinstimmung beeindruckende 89,7 Prozent.<\/p>\n<div class=\"sc-c31b3c19-2 bosKij\">\n<figure class=\"sc-b3c65b9d-4 cGvxAa\">\n<div class=\"Image_imgContainer__a56Mx\" style=\"padding-bottom: 66.75%;\">\n<div class=\"Image_fallback__F0rLe\" style=\"background-image: url('https:\/\/image.20min.ch\/2025\/10\/21\/e65372b1-c45c-41de-b138-b53864068be9.jpg?auto=format%2Ccompress%2Cenhance&amp;fit=max&amp;w=800&amp;h=800&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667&amp;s=0d4e497fdf53625d6b8957eff222a4e2');\"><\/div>\n<\/div><figcaption class=\"sc-b3c65b9d-0 GvXib\"><span class=\"sc-b3c65b9d-2 drRlrY\">\u00abViele \u00e4ltere Menschen setzen mehr auf das Verbindende und Friedliche\u00bb, erkl\u00e4rt sich Mitte-Nationalrat Martin Candinas die grosse Schnittmenge mit den \u00dcber-65-J\u00e4hrigen.<\/span><span class=\"sc-b3c65b9d-3 eEeXhh\">Tamedia \/ Adrian Moser<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>Candinas beschreibt sich als Konsenspolitiker, der bei seiner politischen Arbeit versucht, die Zufriedenheit m\u00f6glichst vieler Menschen zu erreichen. Diese Ann\u00e4herung erkl\u00e4rt er mit der Tatsache, dass viele \u00e4ltere Menschen Wert auf Verbindlichkeit und Frieden legen.<\/p>\n<h2>Manfred B\u00fchler \u2013 F\u00fcrsprecher der Gutverdienenden<\/h2>\n<p>Ein weiterer Fokus liegt auf Manfred B\u00fchler von der Schweizerischen Volkspartei (SVP). Er bringt die Stimme der Gutverdienenden zum Ausdruck und hat eine \u00dcbereinstimmung von 91,7 Prozent mit den Menschen, die mehr als 9000 Franken pro Monat verdienen. Dies ist bemerkenswert, da die SVP in der Vergangenheit oft als Partei der \u00abB\u00fcezer\u00bb wahrgenommen wurde.<\/p>\n<div class=\"sc-c31b3c19-2 bosKij\">\n<figure class=\"sc-b3c65b9d-4 cGvxAa\">\n<div class=\"Image_imgContainer__a56Mx\" style=\"padding-bottom: 66.75%;\">\n<div class=\"Image_fallback__F0rLe\" style=\"background-image: url('https:\/\/image.20min.ch\/2025\/10\/21\/1ee06b8d-6630-418a-b227-79044b9dc53c.jpg?auto=format%2Ccompress%2Cenhance&amp;fit=max&amp;w=800&amp;h=800&amp;rect=0%2C0%2C4000%2C2667&amp;s=7aca6b7c3a9bb14617631d2ec18b213f');\"><\/div>\n<\/div><figcaption class=\"sc-b3c65b9d-0 GvXib\"><span class=\"sc-b3c65b9d-2 drRlrY\">Keiner stimmt \u00f6fter mit den Gutverdienenden als SVP-Nationalrat und Rechtsanwalt Manfred B\u00fchler: \u00abWenn es den Gutverdienenden gut geht, geht es allen gut\u00bb, sagt er.<\/span><span class=\"sc-b3c65b9d-3 eEeXhh\">Tamedia\/Nicole Philipp<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>B\u00fchler selbst zeigt sich skeptisch gegen\u00fcber dem \u00abParlameter\u00bb und erkl\u00e4rt, dass die Einteilung nach Einkommen oft willk\u00fcrlich sei. Er vertritt eine liberale Wirtschaftspolitik und setzt sich f\u00fcr eine Steuerentlastung ein. B\u00fchler glaubt, dass die politische Haltung der SVP von der Pr\u00e4misse gepr\u00e4gt ist: \u00abWenn es den Gutverdienenden gut geht, geht es allen gut\u00bb, und hebt hervor, dass der Grossteil der Steuern von einkommensstarken Personen gezahlt wird.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der \u00abParlameter\u00bb der Universit\u00e4t Luzern bietet eine wertvolle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die W\u00e4hler in der Schweiz, um zu verstehen, wie gut ihre gew\u00e4hlten Vertreter ihre Interessen vertreten. Die Analyse zeigt, dass es klare Unterschiede in den Abstimmungsmustern der Politiker gibt, abh\u00e4ngig von der Zugeh\u00f6rigkeit zu bestimmten Bev\u00f6lkerungsgruppen. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer transparenten politischen Kommunikation und regen dazu an, das Engagement der Bev\u00f6lkerung in politischen Prozessen zu f\u00f6rdern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der politischen Landschaft der Schweiz ist es oft schwierig, den \u00dcberblick \u00fcber die Abstimmungen und die Positionen der verschiedenen Parlamentarier zu behalten. Besonders wichtig ist es, die Politiker zu identifizieren, die am ehesten die Interessen der Bev\u00f6lkerung vertreten. Der \u00abParlameter\u00bb der Universit\u00e4t Luzern bietet eine wertvolle Grundlage, um genau diese Informationen zu ermitteln. 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