{"id":23426,"date":"2025-11-20T10:16:00","date_gmt":"2025-11-20T09:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=23426"},"modified":"2025-11-17T00:18:06","modified_gmt":"2025-11-16T23:18:06","slug":"schweiz-foerdert-digitale-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/schweiz-foerdert-digitale-inklusion\/","title":{"rendered":"Schweiz f\u00f6rdert digitale Inklusion"},"content":{"rendered":"<h2>Einf\u00fchrung in die digitale Kluft<\/h2>\n<p>Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche des Lebens in der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a>, doch nicht jeder profitiert gleichermassen davon. Aktuelle Daten zeigen, dass mehr als ein Drittel der Bev\u00f6lkerung \u2013 etwa 30 Prozent \u2013 \u00fcber geringe oder gar keine digitalen Grundkompetenzen verf\u00fcgt. Dies f\u00fchrt zu einer wachsenden Ausgrenzung, insbesondere bei \u00e4lteren Menschen, Personen mit Behinderungen und solchen in prek\u00e4ren Lebenssituationen. Der nationale Tag der digitalen Inklusion am 21. November 2025 soll diese L\u00fccke schliessen und ein starkes Signal f\u00fcr gleiche Chancen setzen.<\/p>\n<p>Basierend auf Berichten der Allianz Digitale Inklusion Schweiz (ADIS) und offiziellen Quellen wie dem Presseportal Schweiz bleibt digitale Teilhabe ein dr\u00e4ngendes gesellschaftliches Problem. Trotz Fortschritten in der Technologie drohen Teile der Bev\u00f6lkerung abgeh\u00e4ngt zu werden, was den Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialen Diensten erschwert. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Zahlen, laufenden Initiativen und zuk\u00fcnftige Perspektiven f\u00fcr eine inklusivere digitale Schweiz.<\/p>\n<h2>Aktuelle Zahlen zur digitalen Ausgrenzung<\/h2>\n<p>Laut einer Studie der ADIS und Partnerorganisationen sind rund 2,7 Millionen Schweizerinnen und Schweizer von digitaler Ausgrenzung betroffen. Das entspricht mehr als 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Besonders auff\u00e4llig ist die Altersverteilung: \u00dcber 50 Prozent der Personen \u00fcber 65 Jahren berichten von Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Dienste. Menschen mit Behinderungen stossen zudem auf Barrieren wie fehlende Barrierefreiheit in Apps und Websites.<\/p>\n<p>Weitere Erkenntnisse aus einer k\u00fcrzlichen Umfrage des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) unterstreichen, dass in l\u00e4ndlichen Regionen die Quote noch h\u00f6her liegt. Hier fehlt oft der Zugang zu schnellem <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/die-schattenseiten-des-internets-der-dinge\/\">Internet<\/a> oder grundlegenden Schulungen. Im Vergleich zu Nachbarl\u00e4ndern wie Deutschland und <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/oesterreich-fuehrt-ab-2026-strikte-verkehrsueberwachung-mit-neuen-kameras-ein\/\">\u00d6sterreich<\/a>, wo \u00e4hnliche Initiativen laufen, hinkt die Schweiz in der digitalen Inklusion von Senioren leicht hinterher, wie ein Bericht von ad-hoc-news.de aus dem September 2025 zeigt.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich: Digitale Ausgrenzung kostet die Schweiz j\u00e4hrlich Milliarden an Produktivit\u00e4tsverlusten, da Betroffene den Arbeitsmarkt nicht voll nutzen k\u00f6nnen. Zudem w\u00e4chst die soziale Kluft, da wichtige Dienste wie Online-Banking oder Beh\u00f6rdenportale zunehmend digitalisiert werden.<\/p>\n<h3>Betroffene Gruppen im Fokus<\/h3>\n<p>Die digitale Spaltung trifft bestimmte Gruppen besonders hart:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00c4ltere Menschen: Viele scheuen Smartphones und Apps aus Angst vor Komplexit\u00e4t.<\/li>\n<li>Personen mit Behinderungen: Fehlende Screenreader oder barrierefreie Designs erschweren den Zugang.<\/li>\n<li>Menschen in Armut: Hohe Kosten f\u00fcr Ger\u00e4te und Internet verhindern Teilhabe.<\/li>\n<li>Migrantinnen und Migranten: Sprachbarrieren und mangelnde Kenntnisse verst\u00e4rken die Ausgrenzung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Gruppen riskieren Isolation, da soziale Kontakte und Informationen zunehmend online ablaufen. Initiativen wie der Tag der digitalen Inklusion zielen genau darauf ab, diese Barrieren abzubauen.<\/p>\n<h2>Der Tag der digitalen Inklusion 2025<\/h2>\n<p>Am 21. November 2025 findet der zweite nationale Tag der digitalen Inklusion statt, organisiert von der ADIS und \u00fcber 70 Partnerorganisationen. Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2024 soll der Aktionstag Awareness schaffen und konkrete Massnahmen umsetzen. Von <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/berner-polizei-pflicht-zur-staendigen-erreichbarkeit-sorgt-fuer-unmut\/\">Bern<\/a> bis St. Gallen werden lokale Events angeboten, darunter Workshops, Beratungen und Fachtagungen.<\/p>\n<p>Ein Highlight ist die Fachtagung zu E-Accessibility bei Google in <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/mietpreisanstieg-in-zuerich-die-schere-zwischen-stadt-und-kanton-oeffnet-sich-weiter\/\">Z\u00fcrich<\/a>, wo Expertinnen und Experten L\u00f6sungen f\u00fcr barrierefreie Technologien diskutieren. Im Kanton St. Gallen bieten Lernende der Verwaltung kostenlose Beratungen zu Smartphones und Apps an, wie die Kantonswebsite sg.ch berichtet. Solche Aktionen machen digitale Teilhabe greifbar und niedrigschwellig.<\/p>\n<p>Die ADIS koordiniert diese Bem\u00fchungen landesweit. Mit einer breiten Allianz aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Beh\u00f6rden f\u00f6rdert sie Kursangebote auf Plattformen wie einfach-besser.ch. Dort finden Nutzer kostenlose Tutorials zu Themen wie E-Mail-Nutzung oder sicheres Surfen.<\/p>\n<h3>Erfolge des Vorjahres<\/h3>\n<p>Der Auftakt 2024 war ein Meilenstein: \u00dcber 50 Veranstaltungen erreichten Tausende von Teilnehmern. Berichte von markt-kom.com heben hervor, dass die Kampagne die \u00f6ffentliche Debatte anregte und zu ersten politischen Schritten f\u00fchrte, wie der Verbesserung barrierefreier Beh\u00f6rdenwebsites. Insgesamt stiegen die Anmeldungen zu digitalen Kursen um 20 Prozent, was auf eine wachsende Sensibilisierung hinweist.<\/p>\n<h2>Laufende Initiativen und Projekte<\/h2>\n<p>Neben dem Aktionstag gibt es ganzj\u00e4hrige Programme. Die ADIS bietet Weiterbildungen und Fachgruppen, die konkrete L\u00f6sungen entwickeln. Ein Beispiel ist die Kooperation mit Unternehmen wie Swisscom, die barrierefreie Apps f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>In der DACH-Region \u2013 Deutschland, \u00d6sterreich, Schweiz \u2013 laufen koordinierte Anstrengungen gegen die digitale Kluft bei Senioren. Lokale Zentren bieten Schulungen an, und datenbasierte Ans\u00e4tze messen Fortschritte. In der Schweiz unterst\u00fctzt der Bund Projekte wie die Digital Economy Awards, die innovative Inklusionsl\u00f6sungen auszeichnen, wie k\u00fcrzlich im Hallenstadion Z\u00fcrich gefeiert.<\/p>\n<p>Auf kantonaler Ebene engagiert sich St. Gallen stark: Rahmenbedingungen f\u00fcr IT-L\u00f6sungen f\u00fcr Behinderte wurden geschaffen, und Aktionen wie Beratungstage helfen direkt. \u00c4hnlich in anderen Kantonen, wo Bibliotheken zu digitalen Lernzentren werden.<\/p>\n<h3>Technologische Innovationen<\/h3>\n<p>Fortschritte in der KI und Barrierefreiheit spielen eine Schl\u00fcsselrolle. Apps mit Sprachsteuerung oder automatischer \u00dcbersetzung erleichtern den Einstieg. Die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit, die 2025 in Kraft tritt, beeinflusst auch die Schweiz: Websites und Produkte m\u00fcssen inklusiv gestaltet werden, wie nucleovisual.com analysiert.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Barrierefreie E-Book-Reader f\u00fcr Sehbehinderte.<\/li>\n<li>KI-gest\u00fctzte Tutorials f\u00fcr Anf\u00e4nger.<\/li>\n<li>\u00d6ffentliche WLAN-Netze in l\u00e4ndlichen Gebieten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Innovationen tragen dazu bei, die Teilhabe zu erweitern und langfristig die Kluft zu verringern.<\/p>\n<h2>Herausforderungen und Kritik<\/h2>\n<p>Trotz positiver Entwicklungen gibt es H\u00fcrden. Kritiker, wie in Posts auf Plattformen wie X diskutiert, warnen vor Zwangsdigitalisierung, etwa bei der E-ID. Debatten um Datenschutz und Freiwilligkeit heizen die Diskussion an. Zudem reichen Ressourcen in manchen Regionen nicht aus, um alle Betroffenen zu erreichen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem ist die Messbarkeit: W\u00e4hrend Zahlen zur Ausgrenzung vorliegen, fehlen langfristige Evaluationsdaten. Experten fordern mehr Investitionen in Forschung, um Initiativen effektiver zu gestalten.<\/p>\n<h2>Internationale Vergleiche<\/h2>\n<p>Im Vergleich zur EU hat die Schweiz Vorteile durch ihre dezentrale Struktur, die lokale Initiativen beg\u00fcnstigt. Dennoch lernt sie von Nachbarn: Deutschlands Barrierefreiheitsst\u00e4rkungsgesetz (BFSG) seit Juni 2025 zwingt Unternehmen zu inklusiven Websites, was Schweizer Firmen beeinflusst.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich f\u00f6rdern Allianzen \u00e4hnlich wie ADIS die Teilhabe. Globale Trends, wie UN-Richtlinien zur digitalen Inklusion, unterstreichen die Dringlichkeit. Die Schweiz positioniert sich als Vorreiter in der Alpenregion.<\/p>\n<h2>Fazit: Weg zu einer inklusiven digitalen Zukunft<\/h2>\n<p>Der Tag der digitalen Inklusion 2025 markiert einen wichtigen Schritt gegen Ausgrenzung. Mit Allianzen, Kursen und Innovationen kann die Schweiz ihre digitale Kluft schliessen. Langfristig braucht es politische Unterst\u00fctzung und Investitionen, um Teilhabe f\u00fcr alle zu gew\u00e4hrleisten. Die Beteiligung der Gesellschaft ist entscheidend \u2013 nur gemeinsam wird die Vision einer inklusiven digitalen Schweiz Realit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"n24-meta\">Ver\u00f6ffentlicht am 17.11.2025 \u00b7 &copy; 2025 <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/fr\/nachhaltiger24-ch-die-quelle-fuer-umfassende-nachhaltigkeitsloesungen\/\">Nachhaltiger24.ch<\/a> \u2013 alle Rechte vorbehalten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung in die digitale Kluft Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche des Lebens in der Schweiz, doch nicht jeder profitiert gleichermassen davon. Aktuelle Daten zeigen, dass mehr als ein Drittel der Bev\u00f6lkerung \u2013 etwa 30 Prozent \u2013 \u00fcber geringe oder gar keine digitalen Grundkompetenzen verf\u00fcgt. 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