{"id":17486,"date":"2024-10-03T00:32:09","date_gmt":"2024-10-02T22:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/lu6t40bsjvo.preview.infomaniak.website\/?p=17486"},"modified":"2024-10-02T00:32:25","modified_gmt":"2024-10-01T22:32:25","slug":"die-schweiz-treibt-klimafreundliche-schifffahrt-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/die-schweiz-treibt-klimafreundliche-schifffahrt-voran\/","title":{"rendered":"Die Schweiz treibt klimafreundliche Schifffahrt voran"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\"> CO\u2082-Abgaben auf Schiffe<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> ergreift bei der International <a href=\"https:\/\/www.imo.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Maritime Organization (IMO)<\/a> eine Vorreiterrolle und pl\u00e4diert f\u00fcr eine globale CO\u2082-Abgabe auf Schiffe. Ziel ist es, die Emissionen der Seeschifffahrt, die rund 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmacht, drastisch zu senken. Schiffe transportieren 90 % der global gehandelten Waren und nutzen \u00fcberwiegend fossile Brennstoffe wie Schwer\u00f6l. Die Schweiz, obwohl selbst ein Binnenland mit nur wenigen Hochseeschiffen, setzt sich mit Unterst\u00fctzung ihrer Rohstoffbranche f\u00fcr strengere Emissionsvorgaben ein. Dies soll auch Investitionssicherheit schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Warum eine CO\u2082-Abgabe auf Schiffe?<\/h4>\n\n\n\n<p>Der internationale Seeverkehr gilt als einer der gr\u00f6ssten Emittenten von CO\u2082. Eine CO\u2082-Abgabe f\u00fcr Schiffe w\u00fcrde nicht nur die Betreiber dazu dr\u00e4ngen, in klimafreundlichere Technologien zu investieren, sondern auch langfristig die gesamte Branche ver\u00e4ndern. Die IMO hat bereits ambitionierte Ziele gesetzt: Bis 2050 soll die Schifffahrt klimaneutral sein. Doch schon bis 2030 sollen 40 % der Schiffe mit umweltfreundlichen Treibstoffen unterwegs sein. Diese Umstellung wird jedoch erhebliche Investitionen erfordern, sowohl in neue Schiffe als auch in Hafeninfrastrukturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schweiz, obwohl sie keine direkte Seemacht ist, ist im internationalen Schifffahrtshandel stark involviert. Genf dient als Drehscheibe f\u00fcr den globalen Rohstoffhandel, der etwa 20 % des weltweiten Schiffsverkehrs kontrolliert. Durch ihre starke Position im Rohstoffhandel hat die Schweiz eine bedeutende Stimme in der IMO. Diese Position nutzt sie, um globale Regelungen wie die CO\u2082-Abgabe zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die Rolle der Rohstoffbranche<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Rohstoffbranche, die mit Unternehmen wie Glencore und Trafigura weltweit t\u00e4tig ist, hat gro\u00dfes Interesse an klaren Regelungen zur Dekarbonisierung der Schifffahrt. Diese Branche sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, um zuk\u00fcnftige Risiken wie CO\u2082-Besteuerung und strengere Umweltvorschriften zu vermeiden. Eine klare globale Regelung w\u00fcrde Investitionssicherheit schaffen und den Unternehmen erm\u00f6glichen, in neue Technologien zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rohstoffbranche selbst wird stark von der Umstellung auf sauberere Treibstoffe betroffen sein. Der Transport von Rohstoffen wie \u00d6l, Gas und Kohle, die zu den gr\u00f6ssten CO\u2082-Emittenten geh\u00f6ren, wird durch CO\u2082-Abgaben verteuert. Doch anstatt diese Massnahmen als Bedrohung zu sehen, unterst\u00fctzt die Branche die Einf\u00fchrung solcher Abgaben. Sie argumentiert, dass klare und vorhersehbare Regelungen notwendig sind, um den \u00dcbergang zu einer klimafreundlicheren Schifffahrt zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herausforderungen und Investitionen<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Umstellung auf klimafreundliche Schiffe stellt die Branche vor enorme finanzielle Herausforderungen. Sch\u00e4tzungen zufolge k\u00f6nnten bis 2050 Investitionen von bis zu zwei Billionen US-Dollar notwendig sein, um die Schifffahrt zu dekarbonisieren. Dies umfasst nicht nur den Bau neuer Schiffe, die mit klimaneutralen Treibstoffen wie Ammoniak oder <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/schweiz-erhaelt-groesste-gruene-wasserstoff-produktionsanlage\/\">Wasserstoff<\/a> betrieben werden, sondern auch die Anpassung der weltweiten Hafeninfrastruktur.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres Problem ist die Verf\u00fcgbarkeit und Produktion klimafreundlicher Treibstoffe. W\u00e4hrend L\u00e4nder wie die USA und die EU bereits stark in die Produktion solcher Treibstoffe investieren, gibt es noch erhebliche L\u00fccken in der globalen Versorgung. Ohne ausreichende Produktionskapazit\u00e4ten und eine fl\u00e4chendeckende Infrastruktur wird es schwierig, die ambitionierten Klimaziele der IMO zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Internationale Reaktionen<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Schweizer Vorschl\u00e4ge stossen auf breites internationales Interesse. Vor allem kleinere Staaten, die stark vom maritimen Handel abh\u00e4ngig sind, bef\u00fcrworten eine globale CO\u2082-Abgabe, da sie dadurch ihre Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen verringern k\u00f6nnten. L\u00e4nder wie Norwegen und D\u00e4nemark, die in der Entwicklung von sauberen Schiffsantrieben f\u00fchrend sind, unterst\u00fctzen ebenfalls die Schweizer Initiative.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite gibt es Widerstand von L\u00e4ndern, deren Wirtschaft stark von der Schifffahrt abh\u00e4ngt, insbesondere in Asien. Sie argumentieren, dass eine zu schnelle Umstellung auf klimafreundliche Technologien ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf dem globalen Markt beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte. Diese L\u00e4nder fordern daher flexiblere \u00dcbergangsfristen und Unterst\u00fctzung bei der Umstellung ihrer Flotten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zukunftsperspektiven<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Verhandlungen bei der IMO, die bis Oktober 2024 andauern, werden richtungsweisend f\u00fcr die Zukunft der Schifffahrt sein. Erste Entscheidungen \u00fcber die konkrete Umsetzung von CO\u2082-Abgaben und anderen Massnahmen zur Reduzierung von Emissionen sollen ab 2025 getroffen werden. Die Schweiz wird dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen und ihre Position als Vorreiterin in der globalen Klimapolitik festigen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die globale Schifffahrtsbranche bedeutet dies einen radikalen Wandel. In den kommenden Jahren werden die Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur entscheidend sein, um die Klimaziele zu erreichen. Die Schweiz, durch ihre Rolle im globalen Rohstoffhandel, wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der maritimen Klimapolitik spielen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Schweiz hat mit ihrer Initiative zur Einf\u00fchrung einer CO\u2082-Abgabe auf Schiffe ein starkes Zeichen gesetzt. Obwohl sie selbst kein grosser Akteur in der Schifffahrt ist, nutzt sie ihre Rolle im globalen Handel, um den Wandel zu einer klimafreundlicheren Schifffahrt voranzutreiben. Die Unterst\u00fctzung durch die Rohstoffbranche zeigt, dass klare und faire Regelungen notwendig sind, um die notwendigen Investitionen zu f\u00f6rdern und den \u00dcbergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu erm\u00f6glichen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die ambitionierten Ziele der IMO zu erreichen und die Schifffahrt nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CO\u2082-Abgaben auf Schiffe Die Schweiz ergreift bei der International Maritime Organization (IMO) eine Vorreiterrolle und pl\u00e4diert f\u00fcr eine globale CO\u2082-Abgabe auf Schiffe. Ziel ist es, die Emissionen der Seeschifffahrt, die rund 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmacht, drastisch zu senken. Schiffe transportieren 90 % der global gehandelten Waren und nutzen \u00fcberwiegend fossile Brennstoffe wie Schwer\u00f6l. 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