{"id":21947,"date":"2025-10-31T08:58:43","date_gmt":"2025-10-31T07:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=21947"},"modified":"2025-10-31T09:05:43","modified_gmt":"2025-10-31T08:05:43","slug":"allianz-fuer-sicherheitsmassnahmen-reformen-zur-bekaempfung-von-demonstrationsgewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/allianz-fuer-sicherheitsmassnahmen-reformen-zur-bekaempfung-von-demonstrationsgewalt\/","title":{"rendered":"Allianz f\u00fcr Reformen zur Bek\u00e4mpfung von Demonstrationsgewalt"},"content":{"rendered":"<p>Nach den gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen w\u00e4hrend einer Pro-Pal\u00e4stina-Demonstration in <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/berner-polizei-pflicht-zur-staendigen-erreichbarkeit-sorgt-fuer-unmut\/\">Bern<\/a> am 11. Oktober 2023, hat sich eine Allianz von b\u00fcrgerlichen Politikerinnen und Politikern zusammengeschlossen, um neue Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Gewalt bei Demonstrationen zu erarbeiten. Diese Vorst\u00f6sse zielen darauf ab, pr\u00e4ventive und strafrechtliche Massnahmen zu verst\u00e4rken, um zuk\u00fcnftige Krawalle zu verhindern und die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h2>Hintergrund der Ausschreitungen<\/h2>\n<p>Die besagte Demonstration in Bern endete in Chaos: Scheiben wurden eingeschlagen, Einsatzkr\u00e4fte verletzt und das Restaurant Della Casa beinahe in Brand gesteckt. Solche Vorf\u00e4lle haben eine weitreichende Diskussion \u00fcber die Regelung von Demonstrationen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken ausgel\u00f6st.<\/p>\n<h2>Die Initiatoren der Reformen<\/h2>\n<p>Das Projekt wurde von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen initiiert und erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung von der Organisation \u00abAllianz Sicherheit Schweiz\u00bb. Die Allianz besteht aus Mitgliedern der Schweizerischen Volkspartei (SVP), der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) sowie der Mitte. Gemeinsam haben sie acht Massnahmen formuliert, die sich mit verschiedenen Aspekten der \u00dcberwachung und des Strafvollzugs befassen.<\/p>\n<h2>Forderungen nach h\u00e4rteren Strafen<\/h2>\n<p>Eine der zentralen Forderungen der SVP besagt, dass das Mitf\u00fchren von gef\u00e4hrlichen und offensichtlich auf Krawall ausgerichteten Gegenst\u00e4nden k\u00fcnftig pr\u00e4ventiv strafbar sein soll. SVP-St\u00e4nderat Werner Salzmann betont, dass das Gesetz bereits vor dem Einsatz solcher Gegenst\u00e4nde greifen sollte. Dar\u00fcber hinaus fordert SVP-Nationalrat Michael G\u00f6tte, dass Gewalttaten bei Demonstrationen k\u00fcnftig h\u00e4rter bestraft werden, mit einer minimalen Freiheitsstrafe von einem Jahr f\u00fcr gewaltt\u00e4tige Straftaten.<\/p>\n<h2>Verl\u00e4ngerung der Freilassungsfristen<\/h2>\n<p>Ein weiteres Anliegen von Christian Wasserfallen betrifft die Freilassungsfrist f\u00fcr festgenommene Personen. Aktuell m\u00fcssen viele T\u00e4terinnen und T\u00e4ter nach 24 Stunden wieder freigelassen werden, was nach Wasserfallens Auffassung nicht hinnehmbar ist. Er schl\u00e4gt vor, diese Frist auf 48 Stunden zu verl\u00e4ngern, um eine bessere M\u00f6glichkeit zur Ermittlungsaufnahme zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h2>Finanzielle Verantwortung f\u00fcr Demonstrationsteilnehmer<\/h2>\n<p>Ein weiteres wichtiges Element der Reformen besteht darin, Demonstrationsteilnehmer gesetzlich zur finanziellen Verantwortung f\u00fcr Sch\u00e4den zu ziehen, die w\u00e4hrend gewaltt\u00e4tiger und unbewilligter Demonstrationen entstehen. Diese Anfrage wird von Mitte-St\u00e4nder\u00e4tin Brigitte H\u00e4berli-Koller unterst\u00fctzt, die darauf hinweist, dass viele T\u00e4ter bei Gewaltausschreitungen nicht ausfindig gemacht werden k\u00f6nnen, w\u00e4hrend Unternehmen auf den Kosten der Sch\u00e4den sitzen bleiben.<\/p>\n<h2>Integration von K\u00fcnstlicher Intelligenz<\/h2>\n<p>Die Diskussion \u00fcber die Sicherheitsmassnahmen endet jedoch nicht bei strafrechtlichen Aspekten. Reto Nause, ein Nationalrat der Mitte, schl\u00e4gt vor, K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) in die \u00dcberwachung von Demonstrationen zu integrieren. Er verweist auf Pilotprojekte in St. Gallen, wo Polizistinnen und Polizisten geschult werden, um K\u00f6rpergestiken und Mimik zu erkennen. Nause fordert die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen, um KI-Systeme zur Gesichtserkennung bei gewaltt\u00e4tigen Demonstrationen einzusetzen. Dies wird als ein Schritt hin zu mehr De-Anonymisierung von Straft\u00e4tern betrachtet.<\/p>\n<h2>Parlamentarische Behandlung der Reformen<\/h2>\n<p>Die von der Allianz vorgeschlagenen Massnahmen m\u00fcssen jedoch erst im Parlament durchgesetzt werden. Dabei bleibt unklar, ob dies \u00fcber eine parlamentarische Initiative oder durch Vorst\u00f6sse geschehen soll. In der gegenw\u00e4rtigen politischen Konstellation haben SVP, FDP und die Mitte eine Mehrheit im Parlament, weshalb die Chancen, diese Vorst\u00f6sse trotz m\u00f6glichem Widerstand von Links durchzubringen, als hoch eingesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<h2>Fazit: Ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit?<\/h2>\n<p>Die von der Allianz ausgearbeiteten Massnahmen stellen einen Versuch dar, auf die zunehmende Gewalt bei Demonstrationen zu reagieren und die \u00f6ffentliche Sicherheit zu erh\u00f6hen. Ob diese Vorschl\u00e4ge tats\u00e4chlich zu einer signifikanten Reduzierung von Krawallen f\u00fchren werden, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch klar, dass die Diskussion um Sicherheitsmassnahmen in der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> von zentraler Bedeutung ist und sowohl Bef\u00fcrworter als auch Kritiker hervorrufen wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen w\u00e4hrend einer Pro-Pal\u00e4stina-Demonstration in Bern am 11. Oktober 2023, hat sich eine Allianz von b\u00fcrgerlichen Politikerinnen und Politikern zusammengeschlossen, um neue Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Gewalt bei Demonstrationen zu erarbeiten. 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