{"id":22949,"date":"2025-11-12T08:25:00","date_gmt":"2025-11-12T07:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=22949"},"modified":"2025-11-12T00:25:21","modified_gmt":"2025-11-11T23:25:21","slug":"die-dunkle-seite-der-erfrischung-wie-viel-co%e2%82%82-cola-co-wirklich-verursachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/die-dunkle-seite-der-erfrischung-wie-viel-co%e2%82%82-cola-co-wirklich-verursachen\/","title":{"rendered":"???? Die dunkle Seite der Erfrischung: Wie viel CO\u2082 Cola &amp; Co. wirklich verursachen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weltweit werden j\u00e4hrlich Milliarden Liter Softdrinks produziert \u2013 doch ihr \u00f6kologischer Durst ist enorm.<\/strong><br>Die globalen CO\u2082-Emissionen der Getr\u00e4nkekonzerne z\u00e4hlen zu den am meisten untersch\u00e4tzten Treibern des Klimawandels. Ein genauer Blick zeigt: Zwischen Zuckerrohr, Plastikflaschen und K\u00fchlregalen entsteht ein gigantischer CO\u2082-Fu\u00dfabdruck.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">???? Wie viel CO\u2082 st\u00f6\u00dft Coca-Cola tats\u00e4chlich aus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die The Coca-Cola Company ver\u00f6ffentlicht j\u00e4hrlich gepr\u00fcfte Nachhaltigkeitsdaten. Laut ihrem aktuellen <strong>ESG-Bericht 2023<\/strong> beliefen sich die direkten und werkbezogenen Emissionen (Scopes 1\u20133, <em>Manufacturing<\/em>) auf <strong>5,62 Millionen Tonnen CO\u2082-\u00c4quivalente<\/strong>.<br>Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit: Die eigentlichen Emissionen entstehen <strong>au\u00dferhalb der Fabriken<\/strong> \u2013 also in der Herstellung von Verpackungen, beim Transport, beim Anbau der Rohstoffe und am Ende des Lebenszyklus.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00e4tzungen unabh\u00e4ngiger Institute wie <strong>Planet Tracker<\/strong> und <strong>CDP<\/strong> gehen davon aus, dass die <strong>gesamte Wertsch\u00f6pfungskette<\/strong> des Coca-Cola-Systems <strong>50 bis 60 Millionen Tonnen CO\u2082e pro Jahr<\/strong> verursacht. Das entspricht in etwa den <strong>j\u00e4hrlichen Emissionen eines mittelgro\u00dfen Industrielandes<\/strong> wie der Schweiz oder Portugal.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">???? Ein globales Branchenproblem<\/h2>\n\n\n\n<p>Coca-Cola ist kein Einzelfall. Auch andere Giganten der Branche verursachen enorme Emissionen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>PepsiCo<\/strong> meldete f\u00fcr 2024 rund <strong>53 Millionen Tonnen CO\u2082e<\/strong> (Scopes 1\u20133).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nestl\u00e9<\/strong>, mit seinen Getr\u00e4nkemarken wie Nescaf\u00e9 oder Vittel, liegt laut eigenen Angaben bei <strong>\u00fcber 90 Millionen Tonnen CO\u2082e<\/strong> pro Jahr (konzernweit).<\/li>\n\n\n\n<li>Rechnet man die gesamte <strong>Getr\u00e4nkeindustrie weltweit<\/strong> zusammen \u2013 inklusive Wasser, S\u00e4fte, Bier und Energy Drinks \u2013 kommen Sch\u00e4tzungen auf <strong>\u00fcber 1 Milliarde Tonnen CO\u2082e j\u00e4hrlich<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Damit tr\u00e4gt die Getr\u00e4nkebranche etwa <strong>2\u20133 % der globalen industriellen Emissionen<\/strong> \u2013 \u00e4hnlich viel wie die gesamte internationale Luftfahrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u267b\ufe0f Die gr\u00f6\u00dften Klimas\u00fcnden im Getr\u00e4nkesektor<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Verpackung \u2013 der CO\u2082-Gigant<\/h3>\n\n\n\n<p>PET-Flaschen, Aludosen und Glasverpackungen machen bei Coca-Cola <strong>\u00fcber ein Drittel der gesamten Emissionen<\/strong> aus.<br>Neu hergestelltes PET hat einen etwa <strong>dreimal h\u00f6heren CO\u2082-Fu\u00dfabdruck<\/strong> als recyceltes rPET. Jede Tonne Neumaterial verursacht rund <strong>2,3 Tonnen CO\u2082e<\/strong>, w\u00e4hrend rPET bei etwa <strong>0,8 Tonnen<\/strong> liegt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Coca-Cola will bis 2030 alle Flaschen aus 100 % recyceltem Material herstellen \u2013 derzeit liegt der Anteil bei rund 25 %.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Landwirtschaft &amp; Zucker<\/h3>\n\n\n\n<p>Zuckerrohr und Mais sind energieintensiv im Anbau und verursachen durch D\u00fcngung und Transport erhebliche Treibhausgasemissionen.<br>Hier liegen die gr\u00f6\u00dften unkontrollierten <strong>Scope-3-Emissionen<\/strong> \u2013 schwer messbar und schwer reduzierbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. K\u00fchlung &amp; Stromverbrauch<\/h3>\n\n\n\n<p>Die unz\u00e4hligen Getr\u00e4nkek\u00fchler weltweit ben\u00f6tigen Strom \u2013 h\u00e4ufig noch aus fossilen Quellen.<br>Coca-Cola gibt an, dass <strong>97 % ihrer neuen K\u00fchlsysteme HFC-frei<\/strong> (also ohne starke Treibhausgase) sind, doch die <strong>Stromversorgung<\/strong> bleibt vielerorts nicht klimaneutral.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">???? Der Weg zur klimafreundlichen Limonade<\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz massiver Kritik zeigt sich die Branche zunehmend bem\u00fcht, ihren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu verkleinern:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>100 % erneuerbare Energie<\/strong> in den Produktionswerken (Coca-Cola liegt derzeit bei rund 24 %).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Fl\u00e4chendeckender Einsatz von rPET<\/strong>, Leichtflaschen und Refill-Systemen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Klimaneutrale Lieferketten<\/strong> durch Kooperationen mit Zulieferern (Scope-3-Management).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verlagerung des Getr\u00e4nkekonsums<\/strong> hin zu Leitungswasser, regionalen Marken und Mehrwegsystemen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Doch viele Umweltorganisationen warnen: Diese Schritte reichen nicht, solange die <strong>Produktionsmengen weiter steigen<\/strong>. Die weltweite Softdrink-Nachfrage w\u00e4chst j\u00e4hrlich um \u00fcber 3 %. Nachhaltigkeit wird damit oft durch Mehrproduktion wieder aufgehoben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">????\ufe0f Fazit: Ein prickelndes Klimaproblem<\/h2>\n\n\n\n<p>Cola, Fanta, Pepsi \u2013 sie sind l\u00e4ngst mehr als nur Durstl\u00f6scher. Hinter jedem Schluck steckt ein globales Netz aus Energieverbrauch, Plastikproduktion und Transport.<br>Solange Verpackungen aus fossilen Rohstoffen bestehen und Zucker auf Monokulturfeldern w\u00e4chst, bleibt der Softdrink-Boom eine Herausforderung f\u00fcr den Klimaschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein echter Wandel w\u00fcrde bedeuten: <strong>Weniger Einweg, weniger Zucker, mehr Verantwortung.<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltweit werden j\u00e4hrlich Milliarden Liter Softdrinks produziert \u2013 doch ihr \u00f6kologischer Durst ist enorm.Die globalen CO\u2082-Emissionen der Getr\u00e4nkekonzerne z\u00e4hlen zu den am meisten untersch\u00e4tzten Treibern des Klimawandels. Ein genauer Blick zeigt: Zwischen Zuckerrohr, Plastikflaschen und K\u00fchlregalen entsteht ein gigantischer CO\u2082-Fu\u00dfabdruck. ???? Wie viel CO\u2082 st\u00f6\u00dft Coca-Cola tats\u00e4chlich aus? 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