{"id":23417,"date":"2025-11-20T14:11:00","date_gmt":"2025-11-20T13:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/?p=23417"},"modified":"2025-11-17T19:13:39","modified_gmt":"2025-11-17T18:13:39","slug":"morddrohungen-gegen-sbb-chef-nach-siemens-auftrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/morddrohungen-gegen-sbb-chef-nach-siemens-auftrag\/","title":{"rendered":"Morddrohungen gegen SBB-Chef nach Siemens-Auftrag"},"content":{"rendered":"<p>Der CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (<a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/sbb-im-fokus-vorwurf-der-stigmatisierung-nach-vorfall-mit-ticket-und-hamas-aufschrift\/\">SBB<\/a>), Vincent Ducrot, hat k\u00fcrzlich Morddrohungen erhalten. Der Ausl\u00f6ser war die Vergabe eines milliardenschweren Auftrags an den deutschen Konzern Siemens statt an das Schweizer Unternehmen Stadler Rail. Dieser Entscheid hat in der <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/die-sichersten-laender-in-krisenzeiten-schweiz-auf-platz-1\/\">Schweiz<\/a> f\u00fcr Aufregung gesorgt und wirft Fragen zur Wirtschaftspolitik und Sicherheit von F\u00fchrungskr\u00e4ften auf.<\/p>\n<p>Basierend auf aktuellen Berichten aus Quellen wie Blick, 20 Minuten und Tages-Anzeiger, die ich \u00fcber eine Websuche \u00fcberpr\u00fcft habe, wurde Ducrot tagelang unter Personenschutz gestellt. Die Drohungen kamen anonym und warfen ihm Landesverrat vor. Dieser Artikel beleuchtet die Hintergr\u00fcnde, Reaktionen und m\u00f6glichen Konsequenzen.<\/p>\n<h2>Der umstrittene Milliardenauftrag<\/h2>\n<p>Am 7. November 2025 vergaben die SBB den gr\u00f6ssten Auftrag in ihrer Geschichte: 116 Doppelstockz\u00fcge f\u00fcr das Z\u00fcrcher S-Bahn-Netz ab den 2030er Jahren. Der Wert betr\u00e4gt rund 2,1 Milliarden Schweizer Franken. Statt an den Thurgauer Hersteller Stadler Rail ging der Zuschlag an Siemens Mobility aus Deutschland.<\/p>\n<p>Die SBB begr\u00fcndeten die Entscheidung mit Kriterien wie Preis, Qualit\u00e4t und Lieferf\u00e4higkeit. Laut CEO Ducrot in einem Interview mit Blick war der Preisunterschied minimal, aber Siemens bot das bessere Gesamtpaket. Stadler Rail hingegen kritisierte die Vergabe scharf und pr\u00fcft rechtliche Schritte.<\/p>\n<p>Aktuelle Recherchen zeigen, dass der Auftrag Teil einer Modernisierung der SBB-Flotte ist. Die neuen Z\u00fcge sollen energieeffizienter und komfortabler sein, mit Fokus auf <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/schweiz-erhaelt-groesste-gruene-wasserstoff-produktionsanlage\/\">Nachhaltigkeit<\/a>. Siemens plant, Teile der Produktion in der Schweiz durchzuf\u00fchren, um lokale Wertsch\u00f6pfung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h3>Historischer Kontext der SBB-Auftr\u00e4ge<\/h3>\n<p>Die SBB haben in der Vergangenheit oft mit Schweizer Unternehmen kooperiert. Stadler Rail, gegr\u00fcndet 1942, ist ein Vorzeigeunternehmen der Schweizer Industrie. Es besch\u00e4ftigt \u00fcber 13.000 Mitarbeiter weltweit und exportiert in mehr als 40 L\u00e4nder. Der Verlust dieses Auftrags k\u00f6nnte Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Siemens, ein globaler Riese mit Sitz in M\u00fcnchen, hat bereits Z\u00fcge f\u00fcr die SBB geliefert. Dennoch sorgt die Entscheidung f\u00fcr Kontroversen, da sie als Abkehr von der Unterst\u00fctzung heimischer Firmen gesehen wird. Politiker wie Peter Spuhler, Eigent\u00fcmer von Stadler Rail, warfen den SBB einen Fehlentscheid vor.<\/p>\n<h2>Die Morddrohungen und Sicherheitsmassnahmen<\/h2>\n<p>Nach der Bekanntgabe des Auftrags am 7. November erhielt Ducrot anonyme Drohungen. Diese warfen ihm vor, durch die Vergabe an ein ausl\u00e4ndisches Unternehmen Landesverrat begangen zu haben. Berichte aus 20 Minuten und Blick best\u00e4tigen, dass Ducrot mehrere Tage Bodyguards ben\u00f6tigte.<\/p>\n<p>Die SBB nahmen die Drohungen ernst und kooperierten mit dem Bundesamt f\u00fcr Polizei (Fedpol). Fedpol passt Schutzmassnahmen je nach Lage an, in Zusammenarbeit mit kantonalen Beh\u00f6rden. Details zu den Drohungen oder dem Schutzdispositiv werden aus Sicherheitsgr\u00fcnden nicht preisgegeben.<\/p>\n<p>Aktuelle Websuchen ergeben, dass \u00e4hnliche Vorf\u00e4lle in der Schweiz selten, aber nicht unbekannt sind. Im Jahr 2023 gab es Bedrohungen gegen Politiker im Kontext von Umweltdebatten. Die Eskalation hier zeigt die Emotionalit\u00e4t des Themas, das mit nationaler Identit\u00e4t verkn\u00fcpft ist.<\/p>\n<ul>\n<li>Anonyme Briefe und Online-Kommentare warfen Ducrot Verrat vor.<\/li>\n<li>Personenschutz dauerte mehrere Tage, bis die Lage sich beruhigte.<\/li>\n<li>Keine Angaben zu T\u00e4tern; Ermittlungen laufen m\u00f6glicherweise.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>\u00d6ffentliche Reaktionen auf Social Media<\/h3>\n<p>Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) explodierte die Debatte. Politiker und Influencer \u00e4usserten sich scharf. Roger K\u00f6ppel von der SVP nannte die Vergabe &#171;krank&#187; und fragte, ob es sich um Landesverrat handle. Gerhard Pfister kritisierte die SBB f\u00fcr den &#171;zweiten Fehlentscheid&#187; zulasten der Steuerzahler.<\/p>\n<p>Weitere Posts warfen Korruption vor oder forderten Ducrots R\u00fccktritt. Ein User spekulierte \u00fcber Kickbacks von Siemens. Solche Sentiments spiegeln eine breite Frustration wider, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten verst\u00e4rkt wird.<\/p>\n<h2>Politische und wirtschaftliche Auswirkungen<\/h2>\n<p>Der Vorfall hat die Politik mobilisiert. Thurgauer SVP-St\u00e4nderat Jakob Stark wartet den Rekurs von Stadler ab und plant parlamentarische Schritte. Nationalrat Pascal Schmid pr\u00fcft eine Interpellation, um den Bundesrat zu mehr Einfluss auf SBB-Entscheide zu dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Wirtschaftlich k\u00f6nnte der Auftrag die Schweizer Industrie schw\u00e4chen. Stadler Rail, das von Auslandauftr\u00e4gen lebt, sieht in der Heimvergabe einen Verlust an Glaubw\u00fcrdigkeit. Siemens hingegen betont Partnerschaften in der Schweiz, was Teilarbeitspl\u00e4tze schafft.<\/p>\n<p>Aktuelle Zahlen aus Websuchen: Die Schweizer Bahnindustrie generiert Milliarden an Umsatz. Stadler Rails Aktienkurs fiel nach der Bekanntgabe um 5 Prozent, erholte sich aber leicht. Experten warnen vor Protektionismus, der EU-Beziehungen schaden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Deeskalationsbem\u00fchungen<\/h3>\n<p>Sowohl SBB als auch Stadler bem\u00fchen sich um Dialog. Ein Treffen zwischen den Parteien fand statt, um Spannungen zu l\u00f6sen. Ducrot betonte in Statements, dass der Entscheid transparent und regelkonform war.<\/p>\n<p>Politiker fordern mehr Transparenz bei \u00f6ffentlichen Vergaben. M\u00f6gliche \u00c4nderungen im Vergaberecht k\u00f6nnten folgen, um Schweizer Firmen zu bevorzugen, ohne WTO-Regeln zu verletzen.<\/p>\n<h2>Hintergr\u00fcnde zu Vincent Ducrot<\/h2>\n<p>Vincent Ducrot, geboren 1962, leitet die SBB seit 2020. Zuvor war er bei den Transports publics fribourgeois t\u00e4tig. Er ist bekannt f\u00fcr seine Modernisierungspl\u00e4ne, darunter Digitalisierung und Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p>Unter seiner F\u00fchrung investierten die SBB Milliarden in Infrastruktur. Die aktuelle Kontroverse ist die gr\u00f6sste Herausforderung seiner Amtszeit. Kritiker werfen ihm mangelndes Risikomanagement vor, da Siemens einen Prototypen anbietet, w\u00e4hrend Stadler bew\u00e4hrte Modelle hat.<\/p>\n<p>Websuchen offenbaren, dass Ducrot in Interviews die Deutsche Bahn kritisierte, was Ironie in der Siemens-Vergabe schafft. Er leidet mit deutschen Eisenbahnern, betonte aber die Schweizer P\u00fcnktlichkeit.<\/p>\n<h3>Vergleich mit internationalen F\u00e4llen<\/h3>\n<p>\u00c4hnliche Drohungen gab es weltweit. In den USA erhielten CEOs nach Outsourcing-Entscheiden Hassmails. In Europa eskalierten Debatten um Airbus vs. Boeing zu Sicherheitsmassnahmen.<\/p>\n<p>In der Schweiz unterstreicht der Fall die Notwendigkeit besserer Schutzmechanismen f\u00fcr exponierte Personen. Experten pl\u00e4dieren f\u00fcr h\u00e4rtere Strafen gegen Bedrohungen und mehr Dialog zur Deeskalation.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die Morddrohungen gegen Vincent Ducrot markieren einen Tiefpunkt in der Debatte um den SBB-Auftrag. Sie zeigen, wie wirtschaftliche Entscheidungen emotionale Reaktionen provozieren k\u00f6nnen. W\u00e4hrend Stadler Rail rechtliche Wege pr\u00fcft, muss die Politik balancieren zwischen Protektionismus und internationaler Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Eine transparente Aufkl\u00e4rung k\u00f6nnte zuk\u00fcnftige Eskalationen verhindern und das Vertrauen in Institutionen st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Der Vorfall unterstreicht die Vulnerabilit\u00e4t von F\u00fchrungskr\u00e4ften in polarisierten Zeiten. Langfristig k\u00f6nnte er zu gesetzlichen Anpassungen f\u00fchren, die Schweizer Interessen besser sch\u00fctzen, ohne den freien Markt zu behindern.<\/p>\n<p class=\"n24-meta\">Ver\u00f6ffentlicht am 16.11.2025 \u00b7 &copy; 2025 <a href=\"https:\/\/nachhaltiger24.ch\/it\/nachhaltiger24-ch-die-quelle-fuer-umfassende-nachhaltigkeitsloesungen\/\">Nachhaltiger24.ch<\/a> \u2013 alle Rechte vorbehalten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Vincent Ducrot, hat k\u00fcrzlich Morddrohungen erhalten. Der Ausl\u00f6ser war die Vergabe eines milliardenschweren Auftrags an den deutschen Konzern Siemens statt an das Schweizer Unternehmen Stadler Rail. Dieser Entscheid hat in der Schweiz f\u00fcr Aufregung gesorgt und wirft Fragen zur Wirtschaftspolitik und Sicherheit von F\u00fchrungskr\u00e4ften auf. 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