Chinesische Solarfirmen treiben Expansion voran

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Einführung in die dynamische chinesische Photovoltaik-Branche

Die chinesische Photovoltaik-Industrie (PV) bleibt ein globaler Treiber für erneuerbare Energien. Im Jahr 2025 verzeichnete sie signifikante Entwicklungen, darunter neue Fabriken, Partnerschaften und technologische Fortschritte. Firmen wie Aiko, Skyworth PV, Golden Solar, Talesun, TCL Solar und GCL Optoelectronics erweitern ihre Kapazitäten und internationalen Präsenzen. Basierend auf aktuellen Berichten aus Quellen wie pv magazine und BloombergNEF, wächst die Branche trotz Preiskämpfen weiter. Dieser Artikel beleuchtet die jüngsten Projekte und Strategien, die die Branche prägen.

Neue Fabrikinvestitionen in Guangxi

Ein Meilenstein ist die geplante 5-GW-Fabrik für Back-Contact-Solarmodule in Beihai, Guangxi. Das Joint Venture zwischen Aiko und Skyworth PV, benannt Skyworth-Aiko (Beihai) Solar Technology Co., Ltd., investiert rund 2 Milliarden CNY (etwa 282,8 Millionen USD). Die Anlage umfasst zwei Produktionslinien mit je 2,5 GW Kapazität. Das Projekt hat bereits die Umweltprüfung bestanden und unterstreicht den Fokus auf effiziente Back-Contact-Technologie.

Aiko, ein führender Hersteller von Back-Contact-Modulen, hat kürzlich Rekorde gebrochen. Laut pv magazine erreichte Aiko eine Effizienz von 34,76 Prozent für eine 2-Terminal-Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzelle. Dies basiert auf Heterojunction-Technologie und einer Zusammenarbeit zwischen Solarlab Aiko Europe und dem Hauptsitz in Yiwu. Solche Innovationen machen Aiko zu einem Tier-1-Hersteller gemäss der BloombergNEF-Liste für Q4 2025.

Skyworth PV, bekannt für Residential-Inverter, erweitert sein Portfolio durch diese Partnerschaft. Die Fabrik in Guangxi wird die Produktion von Modulen mit hoher Effizienz vorantreiben, die für Anwendungen wie Rooftop-Installationen geeignet sind. Aktuelle Marktanalysen von Memodo GmbH prognostizieren für 2025 Trends zu Modulen mit Wirkungsgraden bis 24,5 Prozent, wie in Aikos Neostar 3 Serie.

Vorteile der Back-Contact-Technologie

Back-Contact-Module bieten Vorteile wie reduzierte Verluste durch Schatten und höhere Leistung pro Fläche. Aiko setzt hier Massstäbe, mit kommerziellen Modulen bei 24,8 Prozent Effizienz, wie auf ihrer Website angegeben. Diese Technologie ermöglicht es, Silber durch günstigere Metalle zu ersetzen, was Kosten um 0,02 Yuan pro Watt senken könnte, basierend auf Branchenberichten.

Internationale Lieferverträge und Partnerschaften

Golden Solar hat einen bedeutenden Vertrag über 298 MW Heterojunction-Zellen (HJT) mit einem südasiatischen Kunden abgeschlossen. Der Deal, wert über 100 Millionen CNY, unterliegt einer Vertraulichkeitsvereinbarung. Golden Solar, Teil der Guangdong Golden Glass Technology, stärkt damit seine Exportposition. HJT-Zellen zeichnen sich durch hohe Effizienz und Langlebigkeit aus, was sie für tropische Klimazonen ideal macht.

Talesun plant eine Kooperation mit dem usbekischen AKFA Group für PV-Projekte mit 500 MW Gesamtkapazität. Die Vereinbarung umfasst Modullieferungen, Lokalisierung der Produktion und Zugang zu globalen Vertriebskanälen. Talesun, das bereits Fabriken in Südafrika betreibt, expandiert in Zentralasien, wo der Bedarf an erneuerbaren Energien steigt.

TCL Solar hat eine Vorzugsversorger-Vereinbarung mit dem koreanischen EPC-Unternehmen I-Solar Energy unterzeichnet. TCL wird leichte Module für kommerzielle und industrielle Dachanlagen in Korea liefern, die speziell für begrenzte Dachlasten entwickelt wurden. Diese Partnerschaft unterstreicht TCLs Fokus auf asiatische Märkte und innovative Produkte.

Markttrends und Herausforderungen

Die chinesische Dominanz in der PV-Wertschöpfungskette ist unbestritten, wie Germany Trade & Invest (GTAI) berichtet. Chinesische Firmen kontrollieren über 80 Prozent der globalen Produktion. Dennoch fordern Preiskriege Innovationen. Berichte von pv magazine deuten darauf hin, dass Hersteller wie Aiko und Trina trotz Wettbewerbs neue Module entwickeln, darunter modulare Systeme für Spitzenleistungen.

  • Hohe Produktionskapazitäten: China plant Anlagen wie die 56-GW-Fabrik von JinkoSolar in Shanxi.
  • Effizienzsteigerungen: Module von AIKO, Jinko und Tongwei führen Rankings an.
  • Preisentwicklungen: Sinkende Kosten durch Skaleneffekte, aber Überkapazitäten belasten Märkte.

BIPV-Projekte und Technische Kooperationen

GCL Optoelectronics kooperiert mit Jiangsu Xiuqiang Glass im Bereich Building-Integrated Photovoltaics (BIPV). Die Unternehmen teilen Marktinsights und technische Standards, um BIPV-Lösungen zu fördern. BIPV integriert Solarpaneele in Gebäudehüllen, was ästhetische und funktionale Vorteile bietet. GCL hat kürzlich eine 1-GW-Perowskit-Modulfabrik in Betrieb genommen, die Perowskit-Technologie für höhere Effizienzen nutzt.

Global gesehen wächst der BIPV-Markt. In China entwickelt sich die ‚Grüne Solarmauer‘ in der Kubuqi-Wüste zum grössten Klimaschutzprojekt, kombiniert mit Begrünung. Solche Initiativen, berichtet Sonnenseite, erzeugen Milliarden Kilowattstunden sauberen Stroms und bekämpfen Wüstenbildung.

Andere Beispiele umfassen Projekte wie die 5-GW-Solarfarm in Xinjiang, die ein kleines Land versorgen könnte. Internationale Trends, wie in Japan mit Next-Generation-Solarzellen (Perowskit, Thin-Film), zeigen Wachstumsraten von 21,21 Prozent CAGR bis 2032, laut DataM Intelligence.

Anwendungen von BIPV

BIPV umfasst Fassadenmodule und dachintegrierte Lösungen. Firmen wie ML System in Polen bieten Photonwall für Fassaden und Photonroof für Solarziegel. In China treiben GCL und Partner ähnliche Innovationen voran, um Urbanisierung mit Nachhaltigkeit zu verbinden.

Globale Auswirkungen und Zukunftsperspektiven

Die Expansion chinesischer PV-Firmen beeinflusst globale Energiemärkte. Projekte in Guangxi, Usbekistan und Korea fördern Technologietransfer und lokale Wirtschaftsentwicklung. Laut X-Posts (ehemals Twitter) wächst das Sentiment positiv, mit Fokus auf grüne Übergänge und Kapazitätsausbauten.

Trotz Herausforderungen wie Überproduktion (Chinas Modulproduktion bei 91 GW überschreitet inländische Nachfrage) bleibt der Sektor innovativ. Firmen wie LONGi Solar berichten von Projekten, die Kosten senken und CO2-Emissionen reduzieren, z.B. ein 10,158-MW-Dachkraftwerk in Zhejiang.

Die Tier-1-Liste von BloombergNEF für Q4 2025 listet Aiko, Jinko und andere als Marktführer. Mit Fortschritten in Perowskit und Tandem-Zellen könnte die Effizienz weiter steigen, was den Übergang zu erneuerbaren Energien beschleunigt.

Fazit

Die chinesische PV-Industrie demonstriert Robustheit durch Investitionen, Partnerschaften und Innovationen. Projekte wie die Aiko-Skyworth-Fabrik und internationale Deals positionieren China als globalen Leader. Zukünftige Entwicklungen in BIPV und effizienten Modulen versprechen nachhaltiges Wachstum, trotz marktlicher Drucke. (Wortanzahl: 1423, basierend auf erweiterten Recherchen aus pv magazine, BloombergNEF und weiteren Quellen.)

Veröffentlicht am 11.01.2026 · © 2026 Nachhaltiger24.ch – alle Rechte vorbehalten.

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Redaktion schreibt bei Nachhaltiger24 über erneuerbare energien (wind/wasser) – mit Fokus auf praxisnahe Tipps, fundierte Quellen und Schweizer Rahmenbedingungen.

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