Wichtige Änderungen in der Schweiz im Oktober 2023

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Der Oktober ist ein Monat des Wandels für die Schweiz. Während der Sommer langsam zu Ende geht und der Herbst Einzug hält, stehen den Bürgerinnen und Bürgern bedeutende Neuerungen bevor. Diese betreffen verschiedene Bereiche, darunter Handel, Technologie und Zeitregelungen. Im Folgenden werden die wichtigsten Änderungen zusammengefasst, die im Oktober 2023 in Kraft treten.

Einführung des Freihandelsabkommens mit Indien

Ein bedeutendes Ereignis ist der Start des Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Indien, das am 1. Oktober 2023 in Kraft tritt. Dieses Abkommen wird den Zugang für Schweizer Exporte erheblich erleichtern. Rund 95 Prozent der aktuellen Exporte aus der Schweiz werden von Zollsenkungen profitieren. Besonders betroffen sind Branchen wie Maschinenbau, Uhren sowie Pharma- und Chemieprodukte.

Neben der Schweiz sind auch Island, Liechtenstein und Norwegen Teil dieses Abkommens. Eine neu eingeführte Investitionsförderung soll innerhalb von 15 Jahren Investitionen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar nach Indien bringen und eine Million Arbeitsplätze schaffen. Der Bund sieht in diesem Abkommen grosse Chancen für die Schweizer Wirtschaft, da dies den internationalen Handel stärken wird.

Ende des kostenlosen Supports für Windows 10

Ein weiteres wichtiges Datum ist der 14. Oktober 2023, an dem Microsoft den kostenlosen Support für Windows 10 einstellt. Dies bedeutet, dass Nutzerinnen und Nutzer ohne ein Upgrade auf Windows 11 oder ein anderes Betriebssystem, wie beispielsweise Linux, anfällig für Sicherheitslücken sind. Auch wenn es kostenpflichtige Optionen wie die Extended Security Updates (ESU) gibt, wird empfohlen, auf eine aktuelle Version des Betriebssystems umzusteigen.

Kunden, die einen Microsoft-Account verwenden, haben die Möglichkeit, die ESU-Updates zu erwerben, allerdings nur für Geräte mit einem entsprechenden Konto. Dieser Service wird zudem in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums noch ein weiteres Jahr kostenlos angeboten, was auch den Schweizer Markt betrifft. Die Anmeldung für diese Dienstleistung beginnt ebenfalls Anfang Oktober.

Neues Grenzsystem der EU

Am 12. Oktober 2023 wird das neue EU-Grenzsystem, bekannt als EES (Entry/Exit-System), an den Schengen-Flughäfen Zürich, Basel-Mulhouse und Genf eingeführt. Dieses System zielt darauf ab, die Einreise von Drittstaatsangehörigen elektronisch zu erfassen. Anstelle von Passstempeln werden biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtserkennung gespeichert. Diese Regelung betrifft vor allem Personen aus Nicht-EU- oder Schengen-Ländern, die für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen in die Schweiz einreisen.

Zeitumstellung auf Winterzeit

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Zeitumstellung, die am 26. Oktober 2023 um 3 Uhr morgens erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, wodurch die Schweiz auf die sogenannte Winterzeit wechselt. Diese Zeit gilt bis zum 29. März 2024, wenn die Uhren wieder nach vorne gestellt werden. Die Zeitumstellung ist in der Schweiz eine lange Tradition und markiert den Übergang von den längeren Tagen des Sommers zu den kürzeren Tagen des Winters.

Fazit

Der Oktober 2023 verspricht für die Schweiz einige bedeutende Änderungen, die sowohl den Handel als auch den Alltag der Bevölkerung betreffen. Das Freihandelsabkommen mit Indien eröffnet neue wirtschaftliche Möglichkeiten, während die Einstellung des Supports für Windows 10 Nutzer dazu zwingt, schnell zu handeln. Das neue EU-Grenzsystem wird die Einreise für viele Reisende verändern, und die Zeitumstellung führt uns in die kälteren Monate des Jahres. Es ist ratsam, sich frühzeitig über diese Änderungen zu informieren, um sicherzustellen, dass man gut vorbereitet ist.

Redaktion
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Redaktion schreibt bei Nachhaltiger24 über erneuerbare energien (wind/wasser) – mit Fokus auf praxisnahe Tipps, fundierte Quellen und Schweizer Rahmenbedingungen.

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